Kanada die Zweite !

Die Faszination Skifahren in Kanada hat mich so sehr gepackt, dass ich nun die zweite Wintersaison in Whistler British Columbia verbringe. Ein Grund für meine Rückkehr könnt ihr in meinen kleinen Videos über Kanada sehen. Das erste über Vancouver findet ihr hier: http://paul-weitz.de/?p=786

Leider ist mein letzter Beitrag schon eine ganze Weile her, aber ich finde es zu schade wenn der Blog nun einfach so ausstirbt. Denn es gibt weiterhin tolle Sachen zu berichten und weitere Abenteuer stehen vor der Tür. Ich habe mir aber jetzt mal vorgenommen lieber öfter kleine Berichte zu verfassen als alles anzusammeln und einen großen Text zu schreiben. In den nächsten Wochen möchte ich sowohl erlebtes aus dem Sommer kurz aufarbeiten und dann die aufregenden Dinge aus diesem Winter dokumentieren. Folgendes habe ich mir auf meiner Liste vermerkt:

  • Ein Jahr Kanada und was danach kam
  • 169,3 km Rennsteigwanderung
  • Baggersee und Radtouren an Sommertagen
  • Edersee
  • Warum zurück nach Kanada?
  • Der neue Job in Whistler
  • Das leben im WG-Haus und das neue Auto

Und dazu werde ich auch ein paar visuelle Eindrücke bereitstellen.

 

Aloha aus Hawaii

Der Abschluss meines Work and Travel Jahres haette besser nicht sein koennen. Nach dem spannenden Abenteuern in der kaelte von Alaska ging es fuer 2 Wochen zum entspannen und erkunden nach Hawaii. Die Inselgruppe (mit 8 Hauptinseln) im pazifischen Ozean gehoert zu den 50 US-Bundesstaaten und ist von Vancouver in 5 Flugstunden zu erreichen. Mit 3 weiteren Stunden Zeitverschiebung war ich dann also genau 12 Stunden hinter der deutschen Zeit und buchstaeblich auf der anderen Seite der Erde. Auf meinem Plan Stand die Insel Oahu mit der Hauptstadt Honolulu und die Insel Kauia mit der wunderschoenen Na Pali Kueste.

Erster Sonnenuntergang in Hawaii

Erster Sonnenuntergang in Hawaii

Nach meiner Ankunft am Flughafen in Honolulu wollte ich irgendwie in den Stadtteil Waikiki mit dem beruehmten Waikiki Beach kommen. Der Busfahrer hat nur US Bargeld akzeptiert was ich zu dem Zeitpunkt leider noch nicht besass. Ein netter Mann auf der anderen Strasenseite der seine Frau abgeholte hat das mitbekommen und mir eine Fahrt nach Waikiki angeboten. Diese spontane und wiedermal glueckliche Situation habe ich natuerlich auch ausgenutzt. In Waikiki bin ich dann die sehr touristische Strandpromenade entlanggeschlaendert und zufaellig in eine Skilehrerkollegin aus Whistler mit ihrem Freund gerannt. Wir haben uns dann gleich fuer den naechsten morgen auf eine kleine Wanderung und erkundungstour mit ihrem Mietwagen gemacht. Ziel war es an der Nordkueste der Insel ein bisschen Schnorcheln zu gehen, also haben wir uns einfach fuer ein paar dollar im Walmart Schnorchel Ausruestung gekauft, denn in Hawaii kann man ganz einfach vom Strand aus zum Riff schwimmen und tolle Meeresbewohner bestaunen.

Schnorchel Tag

Schnorchel Tag

Schwimmen mit einer Meeresschildi

Schwimmen mit einer Meeresschildi

An der Nordkueste der Insel hat es mir auch wesentlich besser gefallen als in den Touristen ueberfuellten Waikiki, sodass ich spontan entschieden habe dort zu bleiben und habe fuer eine Woche in ein cooles Hostel das direkt am Strand gelegen war eingecheckt. 30 $ pro Nacht und super coole Mitbewohner in unserer kleinen Huette. Mit meinen Mitbewohnern haben wir dann auch viel unternommen, wie zb Surfen, Klippenspringen, Fahrradtouren, Strandfussball oder Lagerfeuer am Strand. Auserdem hatte ich mich eigentlich zum Fallschirmspringen angemeldet, allerdings wurde das leider Wegen zu schlechtem Wetter (Wolken) abgesagt 🙁
Hawaii ist vor allem auch fuer die vielen Fruechte bekannt, vor allem Ananas und Papaya waren gerade gereift und wir konnten direkt vor unserm Haus jeden morgen eine Papaya ernten.
Ziel war es fuer mich eigentlich auch meine Surfer Karriere ein bisschen voranzutreiben. North Shore von Hawaii hat mit die besten Wellen auf der ganzen Welt und durch das warme Wasser kann man ohne Neopren Anzug stundenlang im Wasser verbringen. 3 Tage lang habe ich mir ein Brett ausgeliehen. Dieser Sport ist einfach unheimlich schwer, fordert Geduld und ist auch noch gefaehrlich. Man muss so viel paddeln um gegen die Wellen aufs Wasser zu kommen und dann bekommt man in der Stunde vielleicht 3 mal die Chance eine Welle zu reiten, kommt aber aus der balance und steht fuer wenige sekunden. Das ist im vergleich zum Snowboarden nicht viel zeit um sich wirklich zu verbessern. Wie gefaehrlich es ist habe ich dann auch noch an meinem letzten Tag zu spueren bekommen. Eine grosse Welle hat mich vom Board geschmissen und nach unten gedruckt, sodass ich meinen Ruecken an den scharfen Korallen des Riffs aufgerissen habe. Wiedermal eine neue Narbe die meine Geschichten erzaehlt.

Klippenspringen in der Bucht von Waimea

Klippenspringen in der Bucht von Waimea

Unsere Cabin mit einem Papaya Baum

Unsere Cabin mit einem Papaya Baum

Eine Woche habe ich auf Oahu verbracht und bin dann mit einem Inselflugzeug nach Kauai, eine kleinere Insel im Norden geflogen. Vor meiner Abreise in Vancouver habe ich noch von einem Bekannten den Tipp bekommen auf Kauai die Napali Kueste entlang wandern zu gehen. Und genau das stand auch auf meinem Plan. Mit einem Mietwagen habe ich letzte Beschaffungen wie Essen und kleinere Camping Utensilien gemacht um dann an den Start des mehrtaegigen Trips zu fahren. Aus Kanada hatte ich Schlafsack und Matratze mitgenommen. Ziel der Wanderung war das Kalalau Valley (Tal der Wunder), ein abgelegener Strand den man nur auf Landweg zu Fuss betreten darf. Das heist Touristen koennen nicht mit Booten angekuttert werden…
Die 6 Stunden Wanderung mit schwerem Gepaeck ging entlang der einzigartigen Steilkueste der Napali Coast. Auf der linken Seite konnte man staendig den Urwald mit Wasserfaellen bewundern, in dessen Landschaft zahlreiche Filme wie z.b. auch jurassic park oder king kong gefilmt wurden, auf der rechten seite die weite des ozeans mit dem rauschen der brandung.

Wanderung an der Napali Coast

Wanderung an der Napali Coast

Dschungel mit den Lava Bergen

Dschungel mit den Lava Bergen

Angekommen in Kalalau erwartete mich das Paradies! Wunderschoener Strand mit einem Wasserfall, Hoehlen und einem Wald am anderen Ende. Mein Lager habe ich an der Waldgrenze zum Strand aufgebaut. Als Zelt hatte ich nur eine Plane die ich mit einer Schnur an den Baeumen befaesstigt habe. Gekocht wurde dann am Feuer und mit einem kleinen Camping Kocher. Offiziell muss man eine Genehmigung besorgen um dort den Zelt Platz zu benutzen, allerdings sind diese Genehmigungen immer sehr frueh ausverkauft und so richtig kontrolliert wird auch nicht. An diesem Strand leben einige Leute seit Monaten und Jahren. Vor allem Menschen die durch Events vom Leben enttaeuscht wurden und ein Aussteigerleben als Hippies fuehren. Ich habe in den Tagen dort drausen so viele beruehrende Lebensgeschichten gehoert von Leuten die Eltern verloren haben oder tief im Drogensumpf waren. Das Leben in der Wildnis haben sie dann auf das noetigste beschraenkt, so wird sich zum beispiel teilweise von eigens angebauten Pflanzen (Taro Pflanze) ernaehrt, am Feuer gekocht und von Blaettern mit Stoeckchen gegessen. Fuer die Leute dort ist es ein magischer Ort an denen viel gebetet wird und yoga praktiziert wird, eben das TAL DER WUNDER.
In der Zeit dort habe ich die Gastfreundschaft der Einheimischen genossen und mich am Gemeinschaftsleben beteiligt in dem ich beim ernten, Feuerholz suchen und kochen geholfen habe. Am zweiten Abend wurde am Feuer Pizza selbstgemacht und wie schon erwaehnt von Olivenbaum Blaettern gegessen. Wir sassen auf ausgebreiteten Decken, Frauen waren Oberkoerperfrei, dazu wurde gesungen, Kava Tee getrunken und Geschichten erzaehlt. Kava ist die Wurzel einer Pflanze die zermahlen und mit wasser vermischt wird, durch den Tee bekommt man einen Rausch und wird ziemlich high, macht den Mund taub und man wird super entspannt.

Das Tal der Wunder

Das Tal der Wunder

Mein Lager im Dschungel

Mein Lager im Dschungel

Als dank wurde ich dann von einem Jungen und einem Maedl am naechsten Tag in das Tal gefuehrt und mir wurden die Gaerten gezeigt, ein Wasserfall und tolle Badestellen im Fluss. Die 5 Stunden wandern durch den Dschungel haben wir alle Barfuss gemacht um mit der Erde in Einklang zu kommen. Mir haben die Fusse dann schon wie hoelle wehgetan. Am letzten Tag bin ich dann mit einem Bekannten um die Klippe herum zu  einem anderen Strand geschwommen. Auf halben Weg hat mich eine boese Feuerqualle erwischt, das hat hoellisch wehgetan aber im ersten moment nur auf der Haut. Als ich dann nach 40 min schwimmen am anderen Strand angekommen bin hat das Gift der Qualle mein Nervensystem erreicht. Als Folge musste ich mich uebergeben, habe Magen und Muskelkraempfe bekommen. Ich hatte echt ne ordentliche Dosis abbekommen und ne heftige Reaktion. Zum Glueck war ein Kanu fahrer an dem Strand der mir dann angeboten hat mich mit zum Kalalau Strand zurueck zu nehmen. Neben diesem Erlebnis habe ich mich aber in Hawaii sicher gefuehlt. Hawaii hat keine wirklich giftigen oder jagenden Tiere an Land die einen toeten koennen. Das gefaehrlichste ist wohl ein Wildschwein, die dort sehr aggressiv sind. Also ein guter Ort um im Urwald zu leben.

Die Gaerten im Dschungel mit einer Guave in der Hand

Die Gaerten im Dschungel mit einer Guave in der Hand

Die Pools des Kalalau Flusses

Die Pools des Kalalau Flusses

Zurueck aus der Wildnis habe ich am ersten Abend an einem traditionellen Fest, dem Luau teilgenommen. An dem ein Schwein im Erdofen zubereitet wird und als Show traditionelle Taenze aufgefuehrt werden. Ein gutes Event dass man mal gesehen haben muss wenn man in Hawaii war.
Meinen letzten Tag habe ich dann noch in Oahu verbracht und bin mit einem Mietwagen und Alesha einer Freundin aus Whistler die ich durch zufall getroffen habe um die Insel gefahren. Leider wurde bei einem Strandbesuch die Beifahrerscheibe meines Autos aufgebrochen und Aleshas Rucksack mit ihrem australischen Reisepass und Geldboerse geklaut.

Im grossen und ganzen hat mich Hawaii positiv ueberrascht und mir sehr gut gefallen mit den Lava Bergen und Vulkansteinen.

Jetzt kann ich nicht mehr zu viel schreiben, Ich will ja meinen Flug in die Heimat nach Deutschland nicht verpassen. Einige haben ja durch mein kleines Raetsel in meinem letzten Artikel schon rausgefunden wann genau ich wieder in Frankfurt landen werde.

Viele liebe Gruesse aus Vancouver wo ich meine letzten Tage verbracht habe. Bleibt immer schoen abenteuerlustig und wir sehen uns dann hoffentlich bald.

Paule

Der Ultimative Trip nach Alaska

Am Mittwoch 15. April habe ich mich auf einen unvergesslichen 21 taegigen Trip / Roadtrip gen Alaska begeben. Was dabei rauskam hat meine Erwartungen uebertroffen. Die Natur, Wildnis, Tiere und das Skifahren … alles hat gepasst! Geplant waren 5 Tage Autofahrt nach Haines, Alaska um dort mit Helikopter auf eine mehrtaegige Gletschertour geflogen zu werden.

http://tinyurl.com/paulalaskaroadtrip

Von Whistler – Prince George – Dawson Creek – Whitehorse – Haines – Skagway – Whitehorse – Stewart – Prince George zurueck nach Whistler sind ziemlich genau 5.000 km !!!

Nachdem wir aus dem Mitarbeiterhaus ausgezogen sind, sind wir vollgepackt mit Skiern, Camping- und Winterausruestung am ersten Tag nach Prince George gefahren. Vorbei an Lillooet und entlang des Fraser Rivers ging es durch huegeliges Gelaende! Fuer die kaelte in Alaska haben wir uns noch mit Hand- und Fusswaermern ausgestattet und unsere Ski zum Wachsen und Kantenschleifen in eine lokale vertraute Tuning Werkstatt gebracht. Gute Arbeit bei Alpine Pro!!!
Bis Dawson Creek war die Landschaft relativ unspektakulaer, allerdings fing dann in Dawson Creek der Alaskan Highway an. Mile “0” in Dawson Creek, wo es unteranderem auch eine alte schweizer Backstube gab.

Vollgepackt bis obenhin, unser Reisemobil.

Vollgepackt bis obenhin, unser Reisemobil.

Die Richtung ist vorgegeben - ALASKA !

Die Richtung ist vorgegeben – ALASKA !

Mile "0" des Alaska Highway

Mile “0” des Alaska Highway

Der Alaska Highway wurde von den Amerikanern im zweiten Weltkrieg gebaut um neben dem Seeweg auch einen Landweg fuer Militaerfracht zu den Stuetzpunkten in Alaska zu haben. Nachdem die Japaner Pearl Harbour angegriffen haben, war die Sicherheit auf dem See- und Luftweg nicht mehr gegeben. Die Strasse ist von der grosse mit deutschen Bundesstrassen vergleichbar, allerdings geht es die meiste Zeit nur gerade aus. Den Tempomat auf die zugelassene Hoechstgeschwindigkeit von 100 km/h eingestellt kann man sich dann von der umgebenen Natur verwoehnen lassen. Und die Natur hat es in sich: in den ersten Tagen haben wir vor allem viele Bisons und Elche gesehen. Eines der Highlights auf dem ganzen Trip waren die Nordlichter. Ein wahrnsinns Naturschauspiel, dass relative zufaellig entsteht und schwer vorherzusagen ist. Eines Abends ist mir ca 23 Uhr  eine merkwuerdige Wolke am Himmel aufgefallen waehrend ich im Auto sass, die sich dann als Nordlicht herausstellte. Die gruenen Lichtstreichen bewegen sich unfassbar schnell und spielerisch durch die Luft… Coole Sache

Nordlichter auf dem Weg nach Alaska

Nordlichter auf dem Weg nach Alaska

Bisons am Strassenrand

Bisons am Strassenrand

Auf dem weiteren Weg ins Yukon (die nord westliche kanadische Provinz) war unter anderem ein Stopp an den Hotsprings (heissen quellen) des Liard River und an dem Schilderwald von Watson Lake. Die Hotsprings sind direkt neben dem Highway gelegen und das ganze Jahr zugaenglich. Nach einigen Tagen im Auto ohne dusche kam uns das Bad recht gelegen. Natuerlich ohne Shampoo um die Umweld zu schonen. Ich fande ziemlich cool dass die Quelle im grossen und ganzen naturbelassen wurde und nur mit halzumkleideraeumen ausgestattet war. Denn andere heisse quellen wurden in Kanada ziemlich kommerzialisiert und als Poolanlage umgestaltet.
Den Schilderwald von Watson Lake begannen 1942 Touristen aus der ganzen Welt mit einheimischen Schildern zu bestuecken. Natuerlich sind jede Menge deutsche Ortsschilder unter den heute 77.000 Schildern.

Schilderwald

Schilderwald

Liard River Horsprings bei 0 Grad ausentemperatur

Liard River Horsprings bei 0 Grad ausentemperatur

Weiter ging die Reise nach Whitehorse, die Hauptstadt vom Yukon und letzte groessere Stadt vor Alaska. Entlang des Weges haben wir immer wieder stopp an attraktionen gemacht oder sind fuer einige stunden wandern gegangen wie zum miles canyon in Whitehorse. So kamen wir im Schnitt auf 6 Stunden taeglicher Autofahrt. Letzte Station vor der Grenze und dem Pass der nach Haines fuehrt war Haines Junction, wo wir bei schoenen Sonnenuntergang und tollen Bergen im Hintergrund unser letztes Essen in Kanada zu uns genommen haben.

Haines Junction Abendessen

Haines Junction Abendessen

Nach 5 Tagen auf der Strasse sind wir am Sonntag Mittag in Haines Alaska angekommen. Das Wetter war ziemlich betruebt und wir machten uns wenig Hoffnung, dass wir an einem der naechsten Tage die Gletscherexpedition starten konnten. Trotzdem haben wir das Buero der Bergfuehrer und guiding Firma aufgesucht um Wetterprognosen zu checken. Ausserdem konnten wir unseren Bergfuehrer Joe Eppler persoenlich kennenlernen um letzte Beschaffungen abzusprechen. Wetterweis sah es gar nicht so schlecht aus fuer die kommende Woche. Eine Schoenwetterfront hatte sich fuer Mittwoch angekuendigt. Das hiess dann zwei Tage warten und die Zeit todschlagen. So haben wir einige Wanderungen unternommen oder die lokale Fairweather Ski Fabrik besucht die als Hauptgeschaefft Holzboote herstellt, wunderschoene Ski. Doch damit waren wir nicht alleine, in den Cafes, Restaurants und der Bibliothek sind unzaehlige Skifahrer anzutreffen die man anhand der Kleidung sofort erkennen kann. Ende Mai kommen sehr viele professionelle Skifahrer fuer Film- und Fotoshootings nach Haines Alaska um in athemberaubender Szenerie Ski fahren zu koennen. Und wir waren mittendrin.
Dieses Haines hat mich am zweiten Tag dann so richtig beeindruckt, als sich die Wolken langsam aufloesten und direkt neben dem Ozean gigantische Berge mit ihren Gletschern aufgetuermt haben. Am Dienstag Morgen wurden wir von einer Gruppe Seeloewen geweckt die am Ufer direkt neben unserem Nachtplatz ein Schauspiel veranstalteten. Mit lautem Bellen haben die Bullen im grossen Pulk gekaempft und im Meer weiter draussen konnte man einige Wale beobachten die es auf die Robben abgesehen haben.

Der Hafen von Haines mit Bergen

Der Hafen von Haines mit Bergen

Fairweather Ski Fabrik

Fairweather Ski Fabrik

Wie ich bereits erwaehnte hat sich das Wetter entgegen der Prognosen schon am Dienstag verbessert und wir konnten uns auf einen Flug am spaeten Nachmittag vorbereiten. Ein bisschen Sorgen machten wir uns ueber die hohe Lawinengefahr die nach 2 Metern Neuschnee und maechtig Wind auf dem Gletscherfeld herrschte. Aber es blieb uns nichts anderes uebrig als dem Bergfuehrer zu vertrauen und alle Sicherheitsvorkehrungen zu nehmen die das Risiko minimieren. Also kam auch nix anderes in Frage als mit Lawinen Air Bag Rucksack zu fahren. Ich setze nicht vorraus dass jeder weis was das ist, deshalb eine kleine Erklaerung: Im Fall eine Lawine loest sich, sollte man an einem Ausloeser am Rucksack ziehen, der dann einen Airbag aktiviert der wie ein grosser Luftballon am ruecken aufgeht. Die Blasse soll dem Skifahrer dazu verhelfen auf den Schneemassen der Lawine zu schwimmen und nicht begraben zu werden. Das gute im voraus, wir mussten den Air Bag nicht verwenden!
Mit zwei Fluegen wurden wir und das Gepaeck dann auf den Gletscher zu unserem Camping Platz geflogen. Der Flug dauerte maximal 15 min und war atemberaubend . Mein erster Helikopter Flug ueberhaupt und dann durch die riesigen Gletscherfelder von Suedost Alaska…
Da es schon relative spaet war hatten wir nicht viel Zeit vor der Dunkelheit unser Camp aufzubauen. Das beinhaltete zwei Schlafzelte, ein Kuechenzelt und eine “Toilette”. Beschwerend kam hinzu dass der Wind angefangen hatte durch das Tal zu fegen. Um das Zelt im Schnee zu befaestigen sind die herkoemmlichen Zeltheringe nicht ausreichend, es bedarf einen kleinen Trick. Jeo hatte quadratische 10×10 cm Holzplatten mit loechern vorbereitet an denen wir dann das Zelt mit Schnueren befaestigen und im Schnee begraben konnten. Ausserdem bauten wir an den zwei windanfaelligen seiten Mauern aus Schneebloecken als Windschutz. Um das Schuhe an- und umziehen am Zelt zu vereinfachen haben wir vor dem Eingang eine Grube gegraben sodass man ins Zelt kriechen musste und beim sitzen an der Kante des Zelteingangs die Fuesse nicht in dem Schnee hatte.
Nach dem selben Prinzip wurde unsere Kueche gestaltet. Eine hohe Bar und Sitzbank damit die Fuesse weg vom schnee kommen und warm bleiben (siehe Fotos). Auf dem Foto unten ist noch unser Helikopter Pilot Shamus mit seinem Mechaniker zu sehen. Die sind auf einem Inspektionsflug am morgen zu einem Kaffee vorbeigekommen. Nicht der schlechteste Ort fuer einen Fruehstuecksauslfug 🙂
Und einige werden sich fragen was bei uns in den Tagen auf dem Speiseplan stand. Ich muss echt sagen wir wurden verwoehnt. Ich habe damit gerechnet dass es Camping Essen gibt. Grundsaetzlich sind das Fertigbeutel zu denen man nur heisses Wasser hinzufuegt und man dann eine komplette Mahlzeit hat. Das gab es auch an unserem ersten Abend da wir mit Camp Aufbau schon genug gearbeitet haben. Allerdings haben wir an den naechsten Tagen Lachs Crème Suppe, Buffel Geschnetzeltes und viele weitere leckereien aufgetischt.

Campaufbau nach dem Heli Flug

Campaufbau nach dem Heli Flug

Unser Camp am naechsten Morgen

Unser Camp am naechsten Morgen

Als Helikopter Pilot fliegt man zum Fruehstueck auf den Gletscher

Als Helikopter Pilot fliegt man zum Fruehstueck auf den Gletscher

Am ersten Skitag sind wir frueh gestartet und haben mit ein bisschen Bergungstraining begonnen. Suche nach verschuetteten in der Lawine und Gletscherspalten Bergung sowie das Wandern und Klettern in einer Seilschaft. Unseren ersten Alaskan Gipfel haben wir dann am gleichen Tag noch erklummen: Crazy Horse ist der Name des Berges was verruecktes Pferd auf deutsch bedeutet.
Der Kampf gegen die Kaelte: Ja es ist wie anzunehmen kalt auf den Gletschern von Alaska. – 15 Grad war es die erste nacht und die Nasenspitze faengt an einzufrieren bei den Temperaturen. Allerdings ist gutes Material die halbe Miete und kombiniert mit ein paar Tricks von Joe habe ich die Naechte nicht gefroren und gut geschlafen. So haben wir z.B. heisses Wasser in Flaschen gefuellt und als waerme quelle mit in den Schlafsack genommen. Als Schlafsack hatte ich einen duennen Sommerschlafsack als inneren und einen warmen Winterschlafsack als aeuseren Schlafsack. Dazwischen habe ich dann Sachen gepackt die trocknen mussten wie z.B. Handschuhe oder Struempfe. Gute Nacht!

Aufstieg zum Crazy Horse Gipfel

Aufstieg zum Crazy Horse Gipfel

Nachts auf dem Gletscher

Nachts auf dem Gletscher

An Tag 3 auf dem Gletscher wollten wir wieder eine Skitour gehen und uns unser Hauptziel “Sitting Bowl”, so der Name des einen Berges, aufzuheben und zu warten bis die Lawinengefahr sich gelegt hat. Allerdings hat sich unser Bergfuehrer dazu entschieden den Berg doch am selben Tag zu erzwingen da die geaenderte Windrichtung den Hang noch mehr mit Schnee belastet hat und die Gefahr sogar noch groesser zu werden drohte. Denn einen Tag zuvor hat es eine maechtige Lawine nicht weit entfernt gegeben die einen ganzen Hang abrutschen lassen hat als eine Schneewaechte abgerissen ist. Also starteten wir ueber die Gletscherspalten an Seilen den Aufstieg, der am Ende ueber 3,5 Stunden dauerte. Pausen waren nicht gestattet, da wir uns so schnell wie moeglich aus dem Gefahrenfeld des Hanges bewegen mussten. Nach den ersten hundert Metern mit Touring Ski mussten wir schnell zum Klettern uebergehen und die Ski auf den Rucksack binden. Die Steilheit des Gelaendes und der Schnee haben einen mix aus Angst, Erschoepfung und Adrenalin in mir ausgeloest. Einmal ist mir das Herz so richtig in die Hose gerutscht, als wir dabei waren mal wieder einen Bergschrunt zu ueberqueren bin ich tief mit meinen Fuessen eingesunken und habe keinen Schnee mehr unter mir gespuert. Ich bin durch die Schneebruecke auf denen wir liefen durchgebrochen und sass nur noch auf einem schmalen Balken aus Schnee. Ohne hektische Bewegungen ist es mir dann gelungen seitlich ueber die Schlucht zu kriechen. Eine weitere riskante aber auch lustige Aktion mussten wir meistern als Katrin dann auf halber strecke einen Toilettengang brauchte. Der Berg war so steil dass ich versucht habe eine kleine Plattform zu bauen und sie dann an ihrem Rucksack festgehalten habe. Aufregender Platz zum pinkeln 😉

Unser Ziel "Sitting Bowl"

Unser Ziel “Sitting Bowl”

3,5 Stunden Aufstieg

3,5 Stunden Aufstieg

Oben angekommen, eine 55+ Grad Steile Abfahrt vor Augen, Angst vor Lawinen aber voller Vorfreude endlich die Abfahrt meines Lebens machen zu koennen. Joe unser Bergfuehrer war der erste. Abseits der Pisten sollte man immer einzeln in einen Hang fahren um die Schneeschichten nicht unnoetig zu belasten und im Fall einer Lawine nur eine Person in Gefahr ist verschuettet zu werden, damit die Partner ihn retten koennen. Unten angekommen hat uns Joe dann per Walky Talky Anweisungen und Tips gegeben.
3,5 Stunden schuften fuer 4 Minuten geilste Abfahrt meines Lebens!!!
Wie Ruhmtraechtig diese Abfahrt ist wurde mir eigentlich erst nach unserer Rueckkehr in Haines bewusst als viele Bergfuehrer und einheimische Skifahrer uns gratuliert haben dass wir “Sitting Bowl” gefahren sind. Geiles Gefuehl solch eine

Mein Blick von Sitting Bowl nach unten

Mein Blick von Sitting Bowl nach unten auf unsere Abfahrt

Mit dem Gedanken im Kopf den Hauptberg bezwungen zu haben und der Nachricht, dass die Wettervorhersage unbestaendig wird, hat unser Bergfuehrer entschieden am 4. Tag die Zelte abzubrechen und uns abholen zu lassen. Gute Entscheidung wenn man bedenkt dass zuvor einige Skifahrer fuer 2 Wochen wegen Sturm nicht abgeholt werden konnten und am Gletscher festgesteckt sind.
Das Wetter zeigte sich einen Tag nach unserer Gletschertour immernoch von der schoensten Seite, wir waren immernoch sehr begeistert vom Skifahren auf dem Alaska Schnee — dann buchen wir halt einen Tag Helikopter Skifahren dazu!
Wir haben an dem Tag mit der 5er Gruppe und Bergfuehrer Joe 5 Abfahrten hinbekommen. Sicherlich die teuersten Abfahrten die ich je gemacht habe, aber die unbeschreibliche Schoenheit der Berge und der Schnee haben alles zurueckgezahlt.
Der Schnee ist anders, es ist trocken, und viele kleine Schneeschichten. Das hat zur Folge dass der Schnee relative leicht rutscht. Ich musste meine Art Ski zu fahren sehr umstellen, denn es ist als wenn man permanent in einer kleinen mini Lawine faehrt, der Schnee bewegt sich einfach mit dir.

ready for take off

ready for take off

Helikopter bringt die ersten Fahrer in den Schnee

Helikopter bringt die ersten Fahrer in den Schnee

Alles Roger!

Alles Roger!

Pulverschnee

Pulverschnee

Die unvergesslichen Erlebnisse und viel Glueck mit unserer Tour machten es relative einfach “Auf Wiedersehen Haines” zu sagen. Mit der Faehre haben wir nach Skagway Alaska uebergesetzt um dort auf dem Spuren des Goldrauschs die Chilkoot Trail zu wandern. In den Fluessen waren zu dieser Zeit die sogenannten Hooligan Fische oder auch Candle Fish genannt auf der Wanderung zu den Brutstaetten. An einer sehr guenstigen Stelle im Fluss konnte ich auf unserer Wanderung ein paar Fische mit der Hand fangen, die wir dann am Abend in der Pfanne zubereiteten.
Auf der Rueckfahrt nach Whistler haben wir uns noch den Stewart Glacier angeschaut, im schoenen Boya Pronicial Park gecampt und ein paar BAEREN gesehen! Die kommen jetzt alle aus ihrem Winterschlaf und sind auf der Suche nach Nahrung. Auch in Whistler sind sie jetzt schon am umherstreunern.

Hooligan Fisch

Hooligan Fisch

Bear Glacier in Stewart

Bear Glacier in Stewart

Eishoehle

Eishoehle

BAER

BAER

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Ansonsten war die Fahrt sehr angenehm mit wenig Verkehr, wie auf der ganzen Reise. Die Strassen waren auf dem westlichen Weg nicht ganz so gut ausgebaut und man musste einigen grossen Schlagloechern ausweichen die auf den Abschnitten mit kleinen Fahnen am Seitenrand gekennzeichnet sind. Zugelassene Hoechstgeschwindigkeit war 90 km/h… Was man dann nicht machen sollte, einen undercover Polizeiwagen mit 110 km/h ueberholen 🙂 Genau das habe ich naemlich gemacht und wurde mit blaulicht verfolgt. Der Polizist war sehr nett und hat es bei einer Verwarnung belassen. Mir hat er dadurch eine 190 $ Strafe und 3 Punkte erspart. Naja ich war schon sehr Einsichtig, allerdings ist es auch schwer sich an die geschwindigkeit zu halten wenn es fuer kilometer nur gerade aus geht und nie ein auto entgegen kommt…

 

Bleib Wild

Bleib Wild

Zum Abschluss noch ein Gangster Foto von Kat und mir auf dem Gletscher. “Alles ist Gut solange du Wild bist!” Alaska war unbeschreiblich und die Bilder von unserem Camp warden immer in meinem Gedaechtnis bleiben. Danke fuer die Moeglichkeit.

Nun ist auch Alaska vorbei und die Rueckkehr in die Heimat kommt immer naeher. Ich werde vorraussichtlich in Stunde 3563 des Jahres 2015 in Frankfurt landen. Meine Sommersachen habe ich bei der Ethan Familie abgeholt und packe gerade um fuer Hawaii. JA ALASKA – HAWAII, genialer Kontrast wie ich finde. Am Sonntag geht mein Flieger von Vancouver. Bei dem Urlaub brauche ich natuerlich nicht meine Ski, die kann ich gluecklicherweise bei Addisons Familie, eine Skischuelerin aus der Wintersaison unterstellen und abholen wenn ich wieder ankomme. Skigepaeck konnte ich bei Lufthansa auf der Strecke kostenlos dazubuchen, und meine kleinen Babies kommen mit nach Hause. Auserdem werde ich in Vancouver dann mein Auto verkaufen. Christine mit der ich im Sommer gereist bin ist bereit 2000 $ zu bezahlen, ist es natuerlich auch mehr als Wert.

Bleibt Gesund und Munter ! Euer Paul

125 Tage skifahren in Whistler

Frühlingsgefühle? Nein danke, nicht für mich – noch nicht! Ich bin lieber ne runde ski fahren in den weiten Gletschern von Alaska. Für einige scheint es etwas unverständlich dass ich nach 125 Tagen im Schnee von Whistler noch Lust auf ski fahren habe. Aber Alaska ist ein ganz anderes Kaliber, worüber ich dann im nächsten Eintrag schreibe.

Die zweite Hälfte der Wintersaison in Whistler war super cool, auch wenn der riesige Schneefall ausblieb hatten wir vor allem Ende März gute Bedingungen.

Die letzten Arbeitstage in Whistler waren relative angenehm. An den Wochentagen hat mir allerdings oft die Motivation gefehlt da die Saison schon relative lang war. An dem Wochenenden hatte ich dann wieder meine Club Kids mit denen ich unheimlich viel Spass habe. Zum Beispiel habe ich am Osterwochenende Kinderueberraschungseier im Schnee auf einer schwarzen Abfahrt Off Piste versteckt und die Kids mussten runterfahren um sie zu finden (siehe Eier Foto). Es ist erstaunlich wie die sich verbessert haben und vor allem mit was fuer selbstvertrauen sie steile pisten und schwieriges gelaende runterfahren. Es war klar, dass am letzten Wochenende was besonderes passieren sollte. Zum einen war an dem Wochenende das Motto beim Skifahren “Retro”… Ich habe schon vor einiger Zeit diese 207 cm P9 Volkl Ski aus dem 90er Jahren bekommen und dazu habe ich noch einen alten Einteiler von Helly Hansen abgestaubt (siehe foto). Es hat an dem Wochenende ziemlich geschneit und in dem powder war es relativ schwierig mit den duennen ski zu fahren. Ich habe mich sogar einmal mit den skiern vor meinen kids hingehauen, die hatten natuerlich den groesten spass dabei… Mit den aelteren Schuelern bin ich am Samstag nach dem Mittag in eine grosse Trampolinhalle gefahren, von der ich in einigen meiner vorhergehenden Artikel mal berichtet habe. Es war eine riessen Gaudi und die Eltern haben die Kinder dann abgeholt. Die kleineren Sonntagskids haben dann in einer Eisdiele ein Eis nach dem Skifahren bekommen und wir haben die Saison ruhig ausklingen lassen. Ausserdem haben alle Kinder individuell gestaltete Fotocollagen bekommen die ich in einem Fotoladen entwickeln lassen habe.

Kinderueberraschungseier in Whistler

Kinderueberraschungseier in Whistler

Retro Style im Pulverschnee von Whistler

Retro Style im Pulverschnee von Whistler

Nach meinem letzten Arbeitstag fuer Whistler Blackcomb stand dann auch schon Sachen packen fuer Alaska an. Allerdings wollte ich die letzten Tag nicht ohne auf dem Berg gewesen zu sein verbringen. Und die Schneebedingungen waren zu der Zeit sehr gut. Da ich nach einer kompletten Saison das Gebiet relative gut kenne habe ich mich auch immer mehr an schwierige Passagen gewagt und groessere felsen zum springen gesucht. Ich habe auch fuer mich selber gemerkt wie sehr ich mich verbessert habe im skifahren. Die Abfahrt die ihr unten eingezeichnet seht ist zum Beispiel eine Beruehmte Schlucht, die ich am Ende der Saison gefahren bin. Man muss etwa 30 min Wandern um dorthin zu kommen. Letzte Saison haette ich das noch nicht gefahren, diese Saison kein Problem!

Klippenspringen mit den Kids (ollie in Aktion)

Klippenspringen mit den Kids (ollie in Aktion)

Riesentorlauf mit den Klub Kindern (Aiden)

Riesentorlauf mit den Klub Kindern (Aiden)

DOA Abfahrt

DOA Abfahrt

Die Mitarbeiterwohnungen sind alle langsam leerer geworden und einige freunde haben sich vor mir verabschiedet, sodass es auch einige abschiedspartys in der letzten zeit gab. Es fiel dann fuer mich auch gar nicht so schwer auf wiedersehen zu sagen. Es war Zeit fuer ein neues kapitel (Alaska / Hawaii) und auserdem wusste ich dass ich auf meiner rueckreise von Alaska noch einen kleinen zwischenstopp in Whistler machen werde. Denn netterweise konnte ich einige meiner Sommersachen die ich in Alaska eh nicht gebrauchen kann in einem Haus einer meiner Klub kinder lagern. Die muss ich dann natuerlich wieder abholen. Als ich die Sachen bei dem kleinen Ethan (5 Jahre alt) vorbei gebracht habe hat er mir ganz aufgeregt die Tuer aufgemacht und wollte mir sofort sein Zimmer mit allen Spielsachen zeigen. Auserdem wurde ich dann von der Familie noch zum Abendessen eingeladen, es gab richtig gutes Steak mit Schrimps Avocado Cocktail als vorspeise. Es ist so toll ein gutes Verhaeltnis mit den Eltern der Schueler zu haben und die versuchen auch gerne viel anerkennung zurueckzugeben wenn sie sehen ich unterrichte die kinder gut. Als Abschiedsgeschenk habe ich von allen tolle Karten, Geschenke und einiges an Trinkgeld bekommen. Danke!

Sodalle, jetzt mache ich mich mal auf den Weg nach Alaska und hoffe das Wetter spielt dort mit damit wir ein paar Tage Skifahren bekommen. Das Wetter in der Region um Haines ist immer sehr unbestaendig und manchmal warten skigruppen 2-3 Wochen damit sie einen Tag skifahren bekommen. Leider haben wir nicht so lange Zeit.
Neben dem freue ich mich auch schon wieder mit meinem Camper Van durch das Land zu ziehen und dort zu uebernachten wo es uns gefaellt.

Liebe Gruesse!

Ah und ganz nebenbei kann man jetzt auch auf der Seite hier herausfinden wann ich wieder in Deutschland lande 😉 kleines Raetsel…

Ski Touring, Snowmobile Tour und Wintercamping!

Hallo meine lieben Freunde, jetzt ist mehr als die halbe Wintersaison in Whistler schon fast vorbei. In Kanada bin ich jetzt schon über 9 Monate, dass bedeutet es bleiben noch knapp 3 weitere Monate uebrig. Viel Spass beim lesen meiner Erlebnisse des letzten Monats.

Hier am Anfang möchte ich gerne riesige Glückwünsche an meinen Kumpel und nun Doppelweltmeister Erik Lesser einschieben. Klasse Rennen bei der WM in Konthiolati, du hast dir das verdient. Als Gratulation habe ich ihm das folgende Foto gesendet und in der ARD hat er in einem Interview erwähnt dass er sich über ein Foto gefreut hat auf dem er alten Kumpels Nachhilfe im Skilanglauf gibt, pfiff das ich nicht lache! Ohne diese Trainingseinheit wärst du jetzt nicht da wo du bist 😛

Herzlichen Glückwunsch zu zwei Goldmedallien bei der W! Klasse job!

Herzlichen Glückwunsch zu zwei Goldmedallien bei der WM! Klasse job!

Der Januar und die ersten Wochen im Februar waren hauptsaechlich vom Alltag in der Schischule gepreagt. Leider bleiben die grossen Schneemassen immernoch aus und die Temperaturen sind viel zu warm. Als ich wusste es geht fuer den Winter nach Whistler habe ich mir andere Bedingungen erhofft als aktuell herrschen. Es regnet die meiste Zeit und der Schnee ist ab der Mittelstation schon fast komplett verschwunden. Das ist echt traurig und es ist so schwer die Gaeste bei Laune zu halten geschweige denn vernuenftig zu trainieren.

Gut gelaunt beim crazy Helm Tag, meine wild sharks ski Club Mannschaft.

Gut gelaunt beim crazy Helm Tag, meine wild sharks ski Club Mannschaft.

Dazu kommt noch, dass ich mich Mitte Januar bei einem Sturz im Alltag verletzt habe. Ich bin ausgerutscht und habe mein Schienbein an einer scharfen Kante aufgeschlagen an der ich haengen geblieben bin. Das Bein war Anfangs sehr stark geschwollen und die Arbeit im Schistiefel war die Hoelle mit den Schmerzen. In den ersten zwei Wochen nach dem Sturz bin ich an meinen freien Tagen gar nicht auf den Berg um das Bein etwas zu schonen. Dafuer habe ich die freien Tage genutzt um meinen Freund Dominic und meine alten Arbeitskollegen in der Score Bar in Vancouver zu besuchen. Wir hatten zusammen einen schoenen Abend und haben am naechsten Tag hauptsaechlich ueber alle Ereignisse geredet. Vancouver ist ungefaehr 1,5 Stunden mit dem Auto von Whistler entfernt und es lohnt sich vor allem einige Einkaeufe zu erledigen wenn man schon einmal in der Stadt ist. Der preisliche Unterschied zwischen dem Berg- und Touristendorf Whistler zu den grossen Maerkten in Vancouver ist vor allem in Lebensmitteln deutlich zu sehen und zu merken.

Abwechslung auf dem Snowboard.

Abwechslung auf dem Snowboard.

Das tägliche skifahren macht sich natürlich sehr auf mein können bemerkbar. Diese Woche habe ich meinen 100. Tag im Whistler Blackcomb Skigebiet diese Saison und ich habe mich ziemlich verbessert. Vor allem was die Geländevariation angeht bin ich viel sicherer geworden. Dadurch wird man aber auch viel feinfühliger was das Material angeht und ich ware mit meinen Skischuhen nicht mehr so zufrieden. Also habe ich mich zu einem schuhspezialisten begeben, eine neue innensole anpassen lassen und mit einigen schaumstoffverstärkungen im innenschuh experimentiert. Außerdem habe ich in ein paar Schuhwärmer investiert, dabei wird in die sole ein Heizdraht eingebaut der dann über einen kleinen Akku am Schuh in drei verschiedenen stufen erwärmt werden kann. Durch die Veränderungen habe ich ein besseres Gefühl im Schuh und bin auf die Kälte in Alaska vorbereitet.

Skifahren mit neu eingestelltem Schuh und Fußwärmer geht gleich viel besser.

Skifahren mit neu eingestelltem Schuh und Fußwärmer geht gleich viel besser.

Apropos Alaska: Ich gehe auf eine Gletscher Expedition/ Tour zum Ski fahren in Haines, Alaska! Das ist jetzt sicher, ich habe heute erst mit einem guide telefoniert. Also werde ich mich nach meinem letzten skilehrertag am 12. April ist, mit meinem Auto auf die 3000 km lange Reise machen. Begleitet werde ich von einer weiteren Skilehrerkollegin aus Dänemark und wir haben vor die Strecke mit Zwischenstopps z.B. in Whitehorse, Yukon in ungefähr 5 Tagen zu fahren. In Haines angekommen geht es dann mit dem Flugzeug auf einen Gletscher wo wir ein basecamp mit zelten aufbauen und von dort tägliche Skitouren starten sowie evtl. ein zweites camp aufbauen können. Falls sich jemand mal die Angebote anschauen möchte kann hier rumstöbern: http://alaskamountainguides.com/?page_id=521

Eine weitere Vorbereitung für Alaska war der Kauf eines Winterschlafsacks, wobei ich bei north face für 25% Rabatt mit einem Schlafsack bis zu -25°C fündig geworden bin. Um gleich einen praxistest zu machen bin ich einige Tage später zum campen an einen See gefahren und nach einem Lagerfeuer mal wieder eine Nacht in meinem camping van geschlafen. Bei minus 4°C habe ich mit langer Unterwäsche im Schlafsack geschwitzt… Am nächsten Tag sind wir dann noch zu den Joffree Seen gewandert die ihr aus meinen sommerberichten bereits kennt. Allerdings konnten wir dieses mal auf den zugefrorenen Seen laufen und eine atemberaubende Szenerie genießen. Seht selbst auf den Fotos:

Camping Platz. Überragend

Camping Platz. Überragend

Joffree Lake Wanderung.

Joffree Lake Wanderung.

Das Eis hält.

DaDaEis hält.

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Und die whiskey jacks (Spatzen) sind zutraulich

Zu meinen weiteren indirekten Vorbereitungen auf Alaska gehört mit Sicherheit das häufige Ski Touren gehen im Backcountry von Whistler und das mehrtägige Lawinen Sicherheitstraining dass ich vor kurzem gemacht habe. Hier eine gute homepage für backcountry in whistler:  http://backcountryskiingcanada.com/index.php?p=page&page_id=Whistler

Man möchte für den Fall der Fälle vorbereitet sein, denn ein teilrisiko ist in den bergen immer da und dem sollte man sich bewusst sein. Zu dem Training gehört dass man mit Lawinenverschütteten Suchgerät einen skifahrer in einer lawine rettet, wir haben über lawinengefahren gelernt, besondere Gelände Muster die gefährlich sind für Lawinenabgänge gesprochen und sehr genaue Schneeanalysen gemacht um gefährliche Schneearten ausfindig zu machen. Alles in allem ein sehr hilfreicher Kurs der mir Sicherheit bei meinen Skitouren gibt und in dem ich gelernt habe auch nein zu sagen und umzukehren wenn Wetter oder Berg einen hindern sicher ski zu fahren. Nachdem ich schon seit längerem eine bestimmte Abfahrt dem Decker Mountain runterfahren wollte und die Bedingungen mich immer gehindert haben konnte ich letzten Montag endlich den Berg besteigen. Auf der Rückseite sind wir über den Gletscher aufgestiegen bevor ich dann auf der Nordseite abgefahren bin. Saustarkes Gefühl, hier seht ihr meine Abfahrt:

Abfahrt am Decker Mountain

Abfahrt am Decker Mountain

Gipfelfoto mit den dänischen Mädels

Gipfelfoto mit den dänischen Mädels

Schneeanalyse beim Lawinentraining

Schneeanalyse beim Lawinentraining

Außerdem sind wir einige Felsen gesprungen die wir zum Üben immer wieder hochgeladen sind…

Ein weiterer Ausflug den wir als angestellte von Whistler Blackcomb bekommen haben war eine geführte Snowmobile Tour. Ein zwischending von Jetski und Motorrad. Wir konnten eine schöne Aussicht genießen.

Snowmobile Pilot

Snowmobile Pilot

Hang loose

Hang loose

Es ist ziemlich krass wie viele verschiedene und interessante Menschen man beim reisen kennenlernt und welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben. Eine alte Schulfreundin einer meiner besten Freunde in Whistler die aus Ontario in Kanada stammen ist in einem Nachwuchsprogramm für die kanadische Bobmannschaft. Auf einer benefitsveranstaltung sind wir ins Gespräch gekommen und sie hat gemerkt dass ich einiges über Wintersport weis unter anderem eben auch über Bob. Immerhin bin ich schon als Knirps bei rennen in Oberhof gewesen und in einem Viererbob mit andre lange ind dem fincki in dem Eiskanal von Oberhof abgefahren. Also hat sich die Chance ergeben, dass ich mit ihr (Rianna McNeill) zwei Trainings mitmachen konnte und 6 Fahrten gemacht habe. Ein Video könnt ihr in meinem Video-Blog sehen. Leider hatte Rianna bei einem Wettkampf in Calgary einen Unfall und muss die Saison verletzungsbedingt für beendet erklären. Ich wünsche gute Besserung an dieser stelle, werde schnell wieder fit.

Bahnbesichtigung

Bahnbesichtigung

Bester Anschieber von Whistler :-)

Bester Anschieber von Whistler :-)

Ansonsten kann ich allen nur sagen dass es mir in Kanada richtig gut geht und die Arbeit als Skilehrer immer spannend ist. Die Skischule ist überragend organisiert. Wenn man sich überlegt dass mitallen Standorten, Abteilungen und Programmen ca 1200 Ski und Snowboardlehrer als vollzeit oder teilzeitangestellte arbeiten und es nie organisationsschwierigkeiten gab. Gute Arbeit!

Für die zeit nach Alaska und vor Deutschland habe ich Flüge nach Hawaii gebucht. Mehr darüber in meinem nächsten artikel der hoffentlich nicht so lange auf sich warten lässt.

Bis dahin ski heil… Euer Paul

Bob Training mit Jugendathlet Rianna McNeill

Im Februar hatte ich die Moeglichkeit auf der Olympiastrecke von Whistler bei Bobtraining mitzumachen. Ziemlich zufaellig habe ich ueber einen Freund aus Ontario Rianna kennengelernt. Sieht ist in dem Nachwuchsprogramm des kanadischen Bobteams und trainiert zur Zeit in Whistler auf der Bobbahn. Da ihre Anschieberin zur Zeit nicht verfuegbar ist, sucht sie immermal Aushilfe damit sie trainieren kann.

Somit waren die zwei Trainingseinheiten eine gute win – win – Situation in der ich meine Anschieber Qualitaeten beweisen konnte… Seht selbst (ich bin uebrigens der Typ im orangenen Oberteil):

 

Happy New Year aus Canada!

Das neue Jahr hat begonnen und die letzten Wochen in 2014 habe ich hauptsächlich mit Schi fahren und Weihnachtsfeiern verbracht.

Hallo ihr leben Leute, Ich wünsche euch noch alles gute für das neue jahr 2015. Ich hoffe in diesem Jahr alle Freunde und Bekannte mal wieder zu sehen. Also falls ihr Lust habt im Sommer was mit mir zu unternehmen, dann lasst es mich wissen. Mein Rückflug ist weiterhin ein Geheimnis bzw. selbst für mich noch unbekannt. Aber falls ihr euch wünscht dass wir uns in Europa sehen, ich warte immer noch auf ein paar nette e-mails. Mich interessiert ja auch wie es euch geht. Also meldet euch mal an paul.weitz@gmx.de!

Nach den großen Holidays ist es jetzt wieder etwas ruhiger in Whistler und der schischule geworden. Über Weihnachten habich 14 Tage am Stück gearbeitet. 5 Tage die Woche mit kids und 2 Tage Privatunterricht. Weihnachten wird hier in Canada am 25. Dezember groß gefeiert, also hatten wir in unserem Apartment mit ein paar Freunden ein Truthahn dinner. Außerdem haben wir geschenke gewichtelt, de. Wichtelpartner haben wir schon eine Woche vorher gezogen. Ich habe meinem Wichtel eine cap von einer einheimischen Snowboardmarke geschenkt und habe einen Whistler-Flachmann bekommen. (Da keiner der Wichtel deutsch kann, darf ich das hier schreiben 😉 Am Heiligabend sind wir nur in eine Bar gegangen und haben zusammen gegessen und getrunken. In der schischule haben wir von unserem vorgesetzten selbst gebackene Plätzchen bekommen, die allerdings nicht annähernd so gut schmeckten wie die Plätzchen von meiner Oma Helga und Tante Edith, die nun endlich in Canada angekommen sind. Wobei ich auch schon beim punkt bin, dass ich mein familiäres Umfeld ziemlich vermisst habe. Immerhin ist es schon das zweite Weihnachten in Folge weit weg von Zuhause. Vielen vielen dank für die Aufmerksamkeiten zu Weihnachten, die Plätzchen sind super und schmecken vor allem auch meinen internationalen Freunden. Hier ist ein photo von unserem Weihnachtstisch:

Weihnschtstisch im Kanada Haus!

Weihnschtstisch im Kanada Haus!

An Silvester haben wir mit freunden erst im Mitarbeiter Haus gefeiert, sind dann zum Feuerwerk an den schihang und dann in eine Bar ins Dorf. Es ist etwas komisch nicht mit einem Glas Sekt zum Feuerwerk auf der Straße anstoßen zu dürfen. Denn auch zu Silvester ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit verboten und wird streng verfolgt.

Ansonsten sieht meine Woche so aus, dass ich Dienstag bis Freitag Kindergruppen tageweise unterrichte und am Wochenende habe ich die ganze Saison die gleichen kids jedes Wochenende. Der größte unterschied zum Unterricht in Österreich besteht vor allem darin, dass es hier keine Grenzen gibt wo ich mit den Schülern fahren darf, solange es im Schigebiet ist. Der Großteil der Kinderschilehrer hat die Level 1 Lizenz, da ich Level 2 habe und man damit berechtigt ist fortgeschrittene Kinder zu unterrichten, bekomme ich meistens gute schifahrer. Mit denen kann ich dann oft ohne Probleme im Tiefschnee auf doppelt schwarzen Pisten fahren, Klippen springen oder in den freestyle Park gehen. Also im großen und ganzen fahre ich dann die gleichen strecken die ich auch alleine fahren würde. Die Kindergruppen sind entweder zwischen 5-7 oder 8-12 Jahren alt und es ist unvorstellbar wie gut einige von denen ski fahren können. So auch meine Club Kids am Wochenende die fast alle aus Vancouver am Wochenende zum Unterricht hier her fahren. Alle meine Clun Kinder haben den selben sticker mit einem Berg auf dem Helm und wir haben Gruppennamen, sodass wir ein gutes Team feeling haben. Die samstags Gruppe sind die speedy Cougars (schnellen panther) und die sonntags kids sind die wild sharks (wilden Haie).

Die speedy Cougars - Club kids!

Die speedy Cougars – Club kids!

Ach, ich war übrigens immer noch nicht beim Friseur! Seit dem ich in canada bin (8 Monate). Meine Haare sind schon ziemlich verrückt, aber da ich nicht so wirklich das Bedürfnis empfinde Geld für einen hair dresser auszugeben und ich sowieso entweder Helm oder Mütze trage wird es wohl auch erstmal so weiterwachsen das Haar!

Letzten habe ich kurzfristig in einem Riesenslalomrennen teilgenommen. Das kokanee Valley race in Whistler ist ausgeschrieben als ein Freizeit Rennen. Allerdings hatte es auf alle Fälle semi professionelle Ausmaße. Vor allem die Teilnehmer fortgeschrittenen alters haben es sehr ernst genommen und alle bis auf mich und ein paar wenige trugen einen Rennanzug mit bester Ausrüstung/ GS Rennschi. Nun ja, es hat Spaß gemacht, war eine tolle Erfahrung und ich bin 20 er von 45 geworden. Ohne Training, bzw habe ich einen Tag vorher einen Renntag mit meinen Schülern eingelegt. Ich hatte nur zwei kids und bin mit ihnen zur zeitmessstrecke zu Blackcomb Mountain gefahren. Die Schüler hatten Spaß und ich konnte ein bisschen trainieren 😉 Zwei fliegen mit einer Klappe.

GS Rennen in Whistler.

GS Rennen in Whistler.

Es hat sich auch etwas in Sachen kaputt er power ski getan und ich habe von der Firma nagelneue ski und Bindung als Garantie Fall bekommen. Die ski wurden natürlich auch schon getestet und sie sind so spaßig. Der ski ist so flexi und mag überhaupt keinen Kontakt mit Schnee, beim kleinsten Hüge fange ich unweigerlich an zu springen. Mit dem ski bin ich vor kurzen auch schon einige schitouren gegangen. Das heißt ich spanne Felle unter die ski und kann die Berge außerhalb des Skigebiets erkunden und hoch wandern. Es fühlt sich einzigartig an, am Gipfel zu stehen und der einzige dort zu sein und dann den frischen Schnee runterzupowdern. Meistens bin ich mit Kollegen unterwegs und wir haben alle die nötige Sicherheitsausrüstung und sind geschult wie wir uns in Gefahrensituationen zu verhalten haben. Also keine sorgen!!!

Mein neuer Powder ski von K2 mit touring Bindung.

Mein neuer Powder ski von K2 mit touring Bindung.

Mittagspause bei einer Skitour mit Kollegen!

Mittagspause bei einer Skitour mit Kollegen!

Ein Whiskey Jack frisst aus meiner Hand in der Wildnis.

Ein Whiskey Jack frisst aus meiner Hand in der Wildnis.

Im ewigen Eis!

Im ewigen Eis!

Wietere Aktivitäten die wir so unternehmen sind zum Beispiel, Schlittschuh fahren, Eishockey, Schwimmbad oder letztens waren wir in einer Trampolinhalle. Dort habe ich den Rückwärtssalto geübt, da es ein traum ist den backflip irgendwann mal bei einem Sprung mit skiern zu machen. Da wir alle unser Equipement sehr sehr lieben, sind wir natürlich auch fleißig und möchten es pflegen. Deshalb haben wir schon einige male eine Wax Party veranstaltet. Bei einem bier und musik habe ich einigen kumpels gezeigt wie sie ihre kanten schärfen und ski waxen können.

Backflip in der Trampolinhalle.

Backflip in der Trampolinhalle.

Wax Party im Mitarbeiter Haus mit WG Kollegen und Freunden.

Wax Party im Mitarbeiter Haus mit WG Kollegen und Freunden.

Aktuell sieht mein plan so aus, dass ich auf alle Fälle bis zum Ende der Wintersaison Ende April hier in Whistler bleibe. Was ich danach mache steht noch nicht zu hundert Prozent fest. Aber ich möchte gerne für einige Wochen nach Hawaii. Allerdings bekomme ich auch immer mehr Lust vorher Anfang mai nach Alaska zu fahren um dort die Wildnis zu genießen und backcountry sschi fahren zu gehen. Was ich aber hauptsächlich sagen möchte: kommt mich besuchen, es ist eine einmalige Möglichkeit in den kanadischen bergen so günstig zum schifahren zu kommen. Überlegt euch das und lasst es mich wissen, hier oben ist meine E-Mail… Ansonsten könnt ihr mir auch schreiben wenn ihr gerne irgendetwas von mir erfahren wollt was mein leben hier in Canada betrifft.

Ein paar wenige Dinge bekomme ich auch aus der Heimat mit. Zum Beispiel war letztes Wochenende Biathlon in Oberhof. Das Wetter war wie die letzten Jahre gewohnt schlecht und die Stimmung gewohnt gut. Auch eine Gruppe meiner barchfelder Kumpels hat sich wieder ins Stadion und wohl hauptsächlich ins Party Zelt begeben, zumindest waren alle Fotos aus dem Zelt 😉 Danke für die Eindrücke. Ansonsten berichtet mir was in der Heimat so abgeht Jungs!

Viele Grüße an alle Freunde und Bekannte, Haltet die Ohren steif!!! Euer Paule

Whistler Winter Saison – Kids Unterricht, Ski Tour und das Warten auf…

… den großen SCHNEEsturm!
Ja, das Skigebiet ist zwar geöffnet und da es eine ganze Woche mit bis zu -25 C richtig kalt war konnten die Pisten gut beschneit warden, ABER auf den berühmten Tiefschnee müssen wir WARTEN!

Seit ca. 2 Wochen ist die Wintersaison in Whistler eröffnet. Ich hatte meinen ersten Kinderunterricht, gute Trainingstage und meine WG im Mitarbeiterhaus ist jetzt vollständig.

Vor ein paar Tagen ist unser letzter Roomie in die 4er Männer WG in Whistler eingezogen. Mit Hurley aus Neuseeland, der im Rodelpark von Whistler arbeitet, sind wir jetzt vier verschiedene Nationen. Patrick aus Ontario (Canada) arbeitet als Hausmeister, Phil aus Dublin (Ireland) hat eine Stelle in der Skischule und arbeitet mit den Bambinis und ich aus Barchfeld (Deutschland) Skilehrer ;-). Ich finde es übrigens richtig gut, dass ich fast nur noch mit Englisch Muttersprachlern zusammenhänge. Mir fällt es schon fast schwer die Deutschen Sätze richtig zu bilden.

Ansonsten versuche ich es in diesem Artikel mal ein bisschen kurz zu fassen, was so passiert ist.

Wir hatten Einfuehrungstage von der skischule und morgen am 16. startet dann das stressige Ferienprogramm mit viel Unterricht.
Letzte Woche ist mir im Training auf einer Piste die Bindung meines neuen Skies gebrochen und die Bremse hat nicht funktioniert, sodass der Ski selbststaendig die Piste runter raste und an einem Felsen endete. Der Ski ist jetzt auf dem Weg zum Hersteller und ich sollte Garantie darauf haben und einen neuen ski bekommen. Die Situation habe ich letztens mal genutzt um meinen erworbenen Retro 210 cm Ski zu testen. Komplett anderes Fahrverhalten aber man kann sich daran gewoehnen. Ansonsten ist alles wunderbar schoen hier und ich freue mich auf Weihnachten. Wahrscheinlich werde ich arbeiten muessen aber ist ja nur tagsueber. Am Wochenende bekomme ich Besuch von Marion von Vancouver Island die auf dem Weg zu ihrer Familie in Calgary hier in Whistler fuer einen Tag zum Skifahren anhalten wird.

Ansonsten lasse ich dieses mal die Bilder für sich sprechen:

Liftauffahrt durch die Wolken

Liftauffahrt durch die Wolken

Grüße vom Berg, eh ich meine Paradies.

Grüße vom Berg, eh ich meine Paradies.

Sonnenuntergang auf dem Dach der Welt!

Sonnenuntergang auf dem Dach der Welt!

Die Bindung meines neues skin ist ohne Grund gebrochen und der ski ungebremst auf einen Felsen geknallt. Garantiefall, der ski ist auf dem weg zum Hersteller und ich sollte einen neuen bekommen.

Die Bindung meines neues skin ist ohne Grund gebrochen und der ski ungebremst auf einen Felsen geknallt. Garantiefall, der ski ist auf dem weg zum Hersteller und ich sollte einen neuen bekommen.

Ersatzski im Power - wirklich retro. 207 cm Voll P60

Ersatzski im Power – wirklich retro. 207 cm Völkl P60

Inukshuk - Zeichen für sicheres reisen der kanadischen Ureinwohner

Inukshuk – Zeichen für sicheres reisen der kanadischen Ureinwohner

Aufstieg zum Gletscher mit den Touring ski.

Aufstieg zum Gletscher mit den Touring ski.

Auf meiner ersten Ski Tour mit einem Kanadier auf dem Blackcomb Gletscher

Auf meiner ersten Ski Tour mit einem Kanadier auf dem Blackcomb Gletscher

Meine Ski angestrahlt auf der Dorfbrücke

Meine Ski angestrahlt auf der Dorfbrücke

Wohnzimmer in dem Mitarbeiter Apartment mit Fahnen dekoriert

Wohnzimmer in dem Mitarbeiter Apartment mit Fahnen dekoriert

Ansonsten geht es mir hier wirklich gut. Das einzige was ich ein bisschen vermisse sind die traditionelle Küche und Freunde/Familie…

Ganz liebe grüße, euer paul.

Whistler – der Winter kann kommen!

Hey Leute, ich bin endlich an meinem grössten Ziel, das ich für Kanada hatte, angekommen: Whistler Blackcomb!!!

Der Gedanke, den ganzen Winter in dem besten und bekanntesten Skigebiet von Nordamerika zu verbringen, zaubert mir jeden Tag von neuen ein Lächeln auf die Lippen. Wie ich in meinem letzten Bericht bereits angekündigt habe möchte ich heute mal über die Bedingungen die ich hier in Whistler vorfinde erzählen.

Nachdem ich im August bereits die Zusage bekommen habe als vollzeit Schilehrer den Winter in Whistler arbeiten zu können, war für mich klar wo es hingehen soll. Ich hatte zwar noch einige andere Jobangebote für sehr gute Schigebiete in Kanada zu ähnlichen Konditionen, allerdings ist Whistler schon alleine vom Namen her das Aushängeschild von Kanada. Spätestens nach den Olympischen Winterspielen 2010, als viele Ski-, Bob- und Biathlonwettkämpfe hier stattgefunden haben. Schon in dem Vorstellungsgespräch für den Job habe ich angegeben, dass ich gerne eine Mitarbeiterunterkunft nehmen will. Die Registrierung für ein Zimmer ging dann auch alles über das Internet. Vor gut einer Woche bin ich dann also in eines von 8 Häusern die jeweils ca 40 Apartments enthalten eingezogen. Japp, und alle arbeiten für Whistler Blackcomb. Der Arbeitgeber ist quasi für das gesamte Schigebiet, vom Liftpersonal, über Schilehrer, Rettungsteam bis hin zu den Restaurantangestellten verantwortlich. Alleine 1200 Schilehrer arbeiten in der Hauptzeit für Blackcomb. Das heist nicht alle Angeste

llten haben am ende einen Platz in einem der Mitarbeiterhäuser und müssen ein vielfaches der Miete in einer eigenen Unterkunft zahlen. Für mein Apartment, ein 4 Personen Apartment mit zwei Schlafzimmern, Wohnzimmer und Küche bezahle ich nur 330 $. Ich Teile mir zwar mein Zimmer mit einem Kollegen, aber das ist in Ordnung. Für die gleichen Wohnverhältnisse bezahlen andere hier in Whistler weit über 900$ pro Monat.

Wohnzimmer in der Mitarbeiterwohnung!

Wohnzimmer in der Mitarbeiterwohnung!

Als Angestellter von Whistler Blackcomb hat man weiterhin jede Menge Vorteile wie z.B. Fitnessstudio im Haus, kostenlosen Saison Liftpass der sonst über 2000 $ kostet, kostenlose Teilnahme an allen Ski- und Snowboard kursen auch im Gelände und vor allem jede Menge Rabatt in fast allen Lokalen der Stadt. Ich bin mir nicht sicher was das Beste ist, aber die 2 $ Eintritt für Freizeitpark mit Schlittschuhfläche, Schwimmbad, Sauna und Fitnessstudio oder dass wir beim Helikopter Schifahren für 5 Flüge nur 450 $ anstatt 1200 $ bezahlen!? Was denkt ihr?

In dem Sportzentrum war ich bisher schon einige male. Ich habe mir noch in Vancouver ein paar gebrauchte Eishockey Schuhe und einen Schläger besorgt, so dass ich die Mietgebühr spare. Mit den Skates war ich schon 3 mal Eishockey spielen. Wie ich finde ein richtig geiler Sport: Super Athletisch, Schnell, und Hart. Es gibt kein Gehäule oder Schauspielern. Allerdings habe ich auch ein bisschen angst vor Verletzungen, denn erst beim letzten mal ist einer mit dem Gesicht auf das Eis geknallt und hat sich ne fette Platzwunde über die ganze Stirn zugezogen. Und eine Verletzung die mich im Skifahren einschränkt wäre der Horror!

Nachwuchs Hockey Spieler im Meadow Park!

Nachwuchs Hockey Spieler im Meadow Park!

Ansonsten möchte ich ganz kurz auf die Materialien eingehen die ich mir geleistet habe. MATERIAL!!

Aber wie sich jeder vorstellen kann, ist für das ganze Zeug auch jede Menge Geld drauf gegangen. Und nebenbei habe ich einen Winter-Check für mein Auto mit ölwechsel und allem drum und dran gemacht, musste die Autoversicherung für die nächsten 6 Monate bezahlen und bin ja die letzte Zeit auch ohne Einkommen nur gereist. Was das am Ende bedeutet muss ich ja keinem erzählen. Um die Auswirkungen wieder in den Griff zu bekommen bin ich gerade auf der Suche nach einem Job für November, den ich dann als Teilzeit neben dem Skilehrern ab Dezember weitermachen kann. Irgendwie muss sich ja Helikopter Schifahren und Hawaii im Frühling finanzieren. Denn wie in Österreich wird man von dem Gehalt als Schilehrer auch hier nicht reich. Durch meine Lizenz und die Erfahrungen in den Alpen komme ich auf 15,50 $ pro Stunde für Gruppen- und auf 22,50 $ pro Stunde bei Privatunterricht und scheine damit einer der besser bezahlten Jobs für Whistler Blackcomb zu haben. Allerdings ist das wichtigste die Vorteile wie Wohnung und kostenloser Skipass. Allerdings schadet es auch nicht 2 Tage die Woche ab 18 Uhr in einer Bar zu Kellnern oder so. Bei den ersten Bewerbungen bin ich auch schon bis zu einem Gespräch gekommen, Bei Mc Donalds würde ich zum Beispiel auch 10,50 $ pro Stunde bekommen und hätte super flexible Arbeitszeiten. Mal schauen was daraus wird!
Update: Ich arbeite seit circa einer Woche an der Kasse bei Mc Donalds und die Arbeitszeiten sind super flexible. Mit dem Manager habe ich vereinbart, dass ich zwei bis drei Abende die Woche von 18 Uhr an bis 2 Uhr morgens aushelfen kann. Der Job ist relative einfach und durch die Gespräche mit den Kunden kann ich mein Englisch verbessern.

Auserdem bin ich dadurch auch Teil des ausergewöhnlichen Kundenservice und Kundenfreundlichkeit die man hier in Kanada vorfindet. Ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern wie es an der Kasse bei Aldi oder Rewe oder jedem anderen Lebensmittelgeschäft in Deutschland abläuft. Grosse Schlange vor dem Band, da nur eine Kasse besetzt ist. Die Ware wird so schnell über den Scanner geschoben, dass man am Ende gar nicht mit einpacken nachkommt und die Einpackfläche ist so klein, dass alles hinten runter fällt. Und zu guter letzt wird man noch blöd angeschaut, wenn man nicht gleich das Geld oder die Karte bereit hat sondern erst seine Sachen in ruhe einpacken möchte.
Ich traue mich gar nicht euch zu verraten wie das hier in Kanada abläuft. Man wird mit einem freundlichen “Hi, wie gehts dir heute” begrüsst und die Kassiererin nimmt sich zeit für ein Schwätzchen mit dir, da genügend Kassen besetzt sind, dass keine Warteschlange entsteht. Ausserdem sind moistens zwei Personen an einer Kasse, die ein scannt die Ware und die zweite packt einem den Einkauf in seine oder eine kostenlose Supermarkt Tüte. Mit einem freundlichen “Ich wünsche dir noch einen schönen Tag” wird man dann total entspannt vom Einkauf verabschiedet. Und man geht nicht schlecht gelaunt aus dem Supermarkt. Diese Mentalität habe ich mir auch schon versucht so gut wie möglich anzugewöhnen und den Kunden bei MC Donalds zu vermitteln.
Ein Foto wie ich an der MC Donalds Kasse stehe werde ich dann beim nächsten mal presentieren.

Ok weiter mit den Materialien: Tamara hat in einem Koffer von meinen Eltern viele kleine Wintersachen mitgeschickt die relative teuer sind und ich mir nicht extra zulegen muss (Helm, Skibrille, Skihosen, Handschuhe, Skischuhe, Snowboardschuhe, Strümpfe und Skiunterwäsche). Also fehlen ja nur noch Skier, Skijacke, Stöcke, Lawinenausrüstung …
Das wichtigste waren die Ski. Da man hier in Kanada hauptsächlich mit viel unpräparierten Pisten und Tiefschnee rechnen muss, wollte ich mir ein paar breite powderski kaufen. Dazu eine Touring Bindung und Steigfelle um auch mit den Ski wandern zu können. Beim Vorsaison ausverkauf in Whistler bin ich dann auf einen guten Deal für einen K2 shreditor mit 112 mm breite unter der Bindung gestossen. Da es für Tiefschnee ist habe ich den Ski in einer länge von 190 cm genommen. Der K2 hat einen Tip Rocker, was bedeutet (Für alle die nicht in der Ski szene sind), dass er relativ weit in der Mitte anfängt sich nach oben zu biegen um im weichen Schnee genug Auftrieb zu bekommen. Man schwebt dann quasi auf dem Pulver Schnee.
Zu dem Powder Ski hat sich dann noch ein kurzer Slalom Rennski von Fischer gesellt, den ich gebraucht bekommen habe und wahrscheinlich für den Unterricht der Kinder nehmen werde und ein sehr alter Retro Ski von Völkl. Jetzt fehlen nur noch die Steigefelle und ein Lawinen Verschütteten Suchgerät. Schaufel und Sonde habe ich bereits gemeinsam mit einem Rucksack als package bekommen.
Ausserdem habe ich mir Schlittschuhe gebraucht gekauft und eine Skijacke im Outlet Store in den USA für gerade mal 70 Euro.

K2 Powder Ski und die Hockey Skates!

K2 Powder Ski und die Hockey Skates!

Old School Völkl Ski

Old School Völkl Ski

Skilehrer Uniform von Whistler Blackcomb!

Skilehrer Uniform von Whistler Blackcomb!

In meinem Video Blog gibt es einige neue Ski Videos zu bestaunen (http://paul-weitz.de/?cat=5):

  • Ski School Fürstauer Video aus der letzten Saison
  • Ein Ski- und Snowboard Video das ich selber zusammengeschnitten habe
  • Afterglow – ein revolutionäres Skivideo in der Nacht

Am Samstag machen die ersten Lift hier in Whistler auf. Durch ordentlichen Naturschnee in den höheren Lagen vor einigen Wochen und den kalten Temperaturen in der letzten Woche, in der sie Kunstschnee produzieren konnten, herrschen am Gipfel wohl gute Bedingungen. Wer es nicht glaubt kann ja mal die WebCam checken: http://www.whistlerblackcomb.com/the-mountain/web-cams/index.aspx.
Die Vorfreude auf die Arbeit als Skilehrer ist unbeschreiblich gross. Vor allem weil die Kinder hier ganz anders sind als in Europa. Kennt man die meisten Kinder im Alter von 8-12 Jahren doch eher als verschlossen und zurückhaltend, sind die Kids hier ganz anders erzogen. Die Kinder gehen offen und unvoreingenommen auf fremde Personen zu, fragen nach dem Weg oder ob sie einem helfen können. Und das ist für den Skiunterricht natürlich auch gut, wenn die Kids untereinander schon freundlich und offen miteinander umgehen.
Die Vorbereitungen laufen, in der Bibliothek habe ich bereits einige Lehrbücher des kanadischen Ski Verbands angeschaut, die Ski werden heute Abend gewachst und der Pistenplan/die Lifte sind auswendig gelernt. Am 29. November habe ich mit der Skischule Einführungstage und Training.
Apropos Training, die Skischule bietet für ihre Skilehrer jeden Tag unterschiedliche Trainings an. Unter anderem können wir jeden Tag bereits um 7:30 Uhr auf den Berg um die Piste zu nutzen und fresh tracks für die man normal 20 % extra zahlen muss. Ausserdem gibt es Renntraining, Freestyle Training und sogar Training mit Gästen aus dem Weltcup Zirkus. Alles ein Rundumpaket, das ich an meinen freien Tagen so oft wie möglich ausnutzen werde.

Mein Saison Ausweis!

Mein Saison Ausweis!

Mit Foto und vielen Warnungen!

Mit Foto und vielen Warnungen!

Erster Tag im Kunstschnee, laufen auf den Hügel!

Erster Tag im Kunstschnee, laufen auf den Hügel!

Die vergangenen Wochen habe ich hauptsächlich viel Sport gemacht und mit neuen Freunden die Gegend erkundet. Ich habe echt nette Leute kennengelernt die von der ganzen Welt kommen. Aus Kanada (Ontario) kommen Kristy, Mikko und Eric, Joana kommt aus England, Dylan und Mae, Brittany, Lauren aus Australien und natürlich dürfen unsere holländischen Nachbarn Wies und Dorien nicht fehlen.

Blick auf Blackcomb Mountain vom Ufer des Alta Sees!

Blick auf Blackcomb Mountain vom Ufer des Alta Sees!

Ausflug zum Brandywine Wasserfall mit den neuen Freunden!

Ausflug zum Brandywine Wasserfall mit den neuen Freunden!

Spielen und erster Unterricht im Schnee für die Aussie Mädels!

Spielen und erster Unterricht im Schnee für die Aussie Mädels!

Am Dienstag 11.11.2014 hat mein Patenkind eine kleine Schwester bekommen. Mathilda ist das zweite Kind von meiner cousine Anika. Glückwunsch an Tino, Anika und Max Leon!!!

Ansonsten habe ich erstmal nichts weiter zu berichten. Bleibt alle Gesund und wartet nicht bis das Gluck zu euch kommt, sondern geht zu eurem Gluck!

Sport frei, paule!

Bungee Jumping, Seattle und der erste Schnee

Der 3. Monat meines Roadtrips ist nun vorbei. Drei Monate Abenteuer, drei Monate in denen ich das Leben in meinem Van verbracht habe und 10.000 km durch British Columbia, Vancouver Island, Alberta und die USA gefahren bin. In der Zeit habe ich viele Freunde gewonnen, jede Menge Aktivitäten unternommen und die Schönheiten der Natur genossen.

Jetzt bin ich gerade auf dem Weg nach Whistler um mich für den Winter einzurichten. Über meine Unterkunft, den Job und alles Rund um Whistler werde ich dann in meinem nächsten Artikel schreiben.
In den folgenden Zeilen werde ich über die Zeit in Seattle (USA) und den mini Roadtrip mit Tamara berichten.

Vor ca. 3 Wochen bin ich das erste mal von Kanada in die USA mit dem Auto gefahren um Tamara, die mich für eine Weile besucht hat, vom Flughafen in Seattle abzuholen. An der Grenze habe ich kurz gezittert da ich unerlaubterweise einige Lebensmittel, wie z.B. Obst, im Auto hatte die man offiziell nicht mit über die Grenze nehmen kann. Glücklicherweise wurde mein Auto nicht kontrolliert und nachdem ich meine Fingerabdrücke abgegeben habe wurde ich auch reingelassen. Nach Seattle bzw. Redmond, eine kleine Vorstadt, bin ich schon einen Tag vor der Ankunft von Tamara gefahren, da ich eine ehemalige Studienkollegin aus Mannheimer Zeiten in ihrem nagelneuen Heim zu besuchen. Auserdem hatte ich dort die Möglichkeit für ein paar Nächte unterzukommen. Miriam ist vor einigen Monaten mit ihrem Freund nach Seattle ausgewandert um an der Basis des Weltkonzerns Microsoft Software zu entwickeln. Von Microsoft, für das die beiden schon in Deutschland arbeiteten, wurden sie super bei dem Umzug und der Bürokratie von Viasa Beantragung unterstützt. Das Haus ist für Microsoft Mitarbeiter auch recht standesgemäß. Drei Etagen in einer neuen Doppelhaushälfte sehr komfortable ausgestattet. Allerdings muss man auch sagen, dass die Häuser in den USA immer recht billig wirken und wohl auch sind. Zumindest was die stabilität und verwändeten Materialien betrifft. Ich würde auf jedenfall keinen schwereren Bilderrahmen an die Wand hängen wollen, da diese zumeist aus dünnen Holzplatten bestehen.
Am nächsten Tag hat mit dem Flughafen alles gut geklappt und ich konnte den Besuch gut empfangen. Allerdings muss man sich beim Autofahren und im Alltag etwas umstellen wenn man Kanada gewohnt ist. Zumindest was die Einheiten betrifft, denn Geschwindigkeiten sind in mp/h nicht km/h, Volumen in galonen nicht liter und die Temperaturen in Fahrenheit und nicht Celsius angegeben.

Blick aus dem 76 Stock des Columbian Center in SEATTLE

Blick aus dem 76 Stock des Columbian Center in SEATTLE

Den Trip in die USA habe ich auch gleich zum shoppen genutzt. Denn sowohl Lebensmittel als auch Kleidung im Outlet ist westentlich günstiger als in Kanada. In dem rießigen Outlet habe ich mich mit einer neuen Ski/Snowboard Jacke eingedeckt und schon Weihnachtsgeschenke für die Family gekauft. Die Geschenke sind im Gepäck von Tamara schon auf den Weg zurück zu euch! Den Besuch von Tamara konnte ich auch gleich nutzen um mir einige Witnersachen aus Deutschland zukommen zu lassen. Vor allem kleine Dinge die in der Anschaffung relative Teuer sind, wie zum Beispiel Helm, Handschuhe, Skiunterwäsche, Skibrille usw.

Neue Ski in Whistler, nur der Schnee fehlt noch!

Neue Ski in Whistler, nur der Schnee fehlt noch!

An dem ersten Tag haben wir uns gleich auf den Weg nach Whistler gemacht um den noch sonnigen Tag mit einer Wanderung auf das Stawamus Chief auszunutzen. Denn laut der Wettervorhersagen mussten wir vor allem mit viel Regen in der nächsten Zeit rechnen. In Whistler haben wir mit dem Brandywine Waterfall, dem Alexander Waterfall und dem Joffree Lakes die Gegend auch bei etwas unangenehmeren Wetter erkundet. Einen richtigen Adrenalinkick habe ich mich in Whistler auch noch ausgesetzt: Bungee Jumping! Keine Angst Oma, ich habe es überlebt und es hat super viel Spaß gemacht. Der Moment kurz vor dem Sprung, wenn man an der Plattform mit den Fußzehen überstehend sich auf den Moment vorbereitet. Die ersten paar Meter beim Sprung sind auch noch super, weil man das Gefühl des freien Falls vom Springen ins Wasser aus 10 metern kennt. Allerdings dann wird es richtig mulmig und ich habe mich gefragt, wenn es endlich abstoppt, den es wird immer schneller und schneller und der Bodern kommt immer näher. Eins ist sicher, das mache ich nochmal! Und zwar bei schneefall, denn der Sprung ist das ganze jahr über möglich. Für den ersten Sprung habe ich bereits Einheimischen Rabatt bekommen, obwohl ich noch nicht mal dort gewohnt habe. Einfach frech fragen und zu begin der Saison haben sie speziell für Skilehrer ein tolles Angebot für nur 40$. Denn wer kann für Touristen bessere Werbung machen als der Skilehrer 😉

Zum Aufwärmen, da wir weiterhin im Auto schliefen, sind wir in die Schwimmhalle gegangen. Es ist in Whistler eher ein Freizeit Zentrum, da sich Schwimmhalle, Sauna, Fitness Studio und das Eishockey Feld in dem Gebäude befinden. Die Einrichtung werde ich wohl dann im Winter neben meinem Job des öfteren aufsuchen.

Bungee Jumping in Whistler

Bungee Jumping in Whistler

Auf dem Weg nach Whistler ist allerdings meine Glücksträhne leicht gerissen. Ich wurde von der Polizei aus Kontrolle gestoppt und die haben festgestellt, dass meine Versicherung für mein Auto abgelaufen ist, seit einem Tag. Natürlich war ich verwundert, da ich davon ausgegangen bin, dass die Versicherung bis Ende Monat Oktober gültig ist. Nicht hier in Kanada, da geht alles auf den Tag genau. Mist, denn eigentlich eine Strafe von 600 $ und das Auto muss an Ort und Stelle abgeschleppt warden. Der Polizist hatte aber vielleicht Mitleid und da es nur einen Tag war, hat er mir eine Strafe von 100 $ gegeben und er hat uns bis zu dem nächsten Parkplatz begleitet wo wir dann stehen durften. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit einem blauen Auge davon gekommen bin, denn wäre mir wirklich ein Unfall passiert, dann wär ich richtig in der SCH**** gewesen.

Auf alle Fälle konnten wir unsere Reise fortsetzen und sind Richtung Rocky Mountains gefahren. Für mich war es ja bereits das zweite mal, aber wieder komplett anders. Die Blätter der Bäume waren bereits alle gefärbt und das Wetter war etwas anders, kälter! Als wir dann in Lake Louise angekommen sind habe ich den See zum ersten mal bei blauem Himmel gesehen. Wunderschön, wenn man den Gletscher im Hintergrund in voller größe betrachten kann. Uns war aber auch klar, dass uns eine kalte Nacht bevor steht. Als wir ins Bett/Auto gegangen sind habe ich die Temperatur das letzte mal mit -3 Grad Celsius gecheckt und in der Nacht bin ich vor kälte aufgewacht. Es waren 2 Grad im Auto. Der Körper an sich war ok, aber ich habe an die Nase gefroren 😉 Und was kann es schöneres geben als am morgen wenn man nichts ahnend die Autotür öffnet und man mit einer ordentlichen Ladung Schnee, die vom Dach gefallen ist, geweckt wird. Der erste kanadische frische Schnee!
Wir sind dann nach dem Frühstück direkt nochmal zum 10 minute entfernten See gefahren und ich habe ihn dann in der Atmosphäre von drei verschiedenen Jahreszeiten gesehen. Sommer, Herbst und Winter! Und ich konnte es nicht sein lassen einen, wie ich finde, tollsten Schneemann auf der Welt zu bauen. Er war übrigens dann Touristen Attraktion Nummer eins und ich hätte Geld dafür verlangen sollen, dass die Inder und Asiaten sich mit ihm fotografieren lassen durften. Ich musste Angst haben, dass ich gesteinigt wurde, als ich mir dann gewagt habe meinen Schal und meine Mütze und meine Fahne wegzunehmen… So lustig!

TAG 1 in Lake Louise

TAG 1 in Lake Louise

TAG 2 in Lake Louise

TAG 2 in Lake Louise

Von Lake Louise aus sind wir dann nach Vancouver gefahren um ein paar Tage bei meinen Freunden Dominic und Sophie aus England zu verbringen. Ich habe bereits einige wochen vorher 4 Tickets für mein erstes NHL Live Game in Kanada bestellt. Die Vancouver Canucks traten vor heimischer Kulisse in der Rogers Arena gegen die Tempa Bay Lightnings an. Nachdem die Canucks die ersten 3 Ligaspiele gewonnen haben, mussten sie die erste Niederlage hinnehmen. War natürlich doof, dass wir gerade da waren, aber zur zeit läuft es wieder besser und die Saison ist noch lange genug. Allgemein verfolge ich den Amerikanischen Sport jetzt viel mehr. Egal ob Baseball, Hockey, Football oder Basketball auf Sports Central laufen alle Wettbewerbe und rund um die Uhr sport. Es ist ähnlich wie bei uns in Deutschland Sky mit den Sport news. Erst gestern habe ich wieder das Finale vom Baseball geschaut. Eigentlich langweilig, aber wenn man weis es ist das 7te und entscheidende spiel des finales, dann kann es schon spannend sein. Heute ist dann wieder Hockey angesagt. Ansonsten haben wir in Vancouver die üblichen Sight Seeing sachen gemacht die ihr bereits kennt. Das wetter war auch nochmal angenehm und wir haben den Ausblick aus Tines Wohnung im 26 ten stockwerk genossen.

Rogers Arena   Tempa Bay Lightning - Vancouver Canucks 4:2

Rogers Arena (18.10.2014)
Tempa Bay Lightning – Vancouver Canucks
4:2

Nach ein paar schönen Tagen in Vancouver haben wir unsere Reise nach Seattle fortgesetzt. Wir durften wieder bei Miriam und Christopher unterkommen, also schienen wir uns beim ersten mal auch anständig verhalten zu haben.
Gemeinsam haben wir dann die Köstlichkeiten der Restaurant week genossen und in einem sehr noblen Restaurant am Wasser gegessen. Was in dieser Woche egal war, denn jedes teilnehmende Restaurant bei dieser Woche hat ein dreigänge Menü für 30 $ angeboten. Guter Deal! Und am folgenden Tag musste ich dann Tamara auch wieder an den Flughafen fahren. Zwei Wochen gehen eben super schnell vorbei, ich hoffe trotzdem die Zeit wird sie nicht vergessen. Man kann auf so einem Roadtrip so viele dinge sehen!

Jetzt bin ich in Whistler angekommen und werde mich in kürze mit den News wieder bei euch melden. Bis dahin passt auf euch auf, euer paule