Bungee Jumping, Seattle und der erste Schnee

Der 3. Monat meines Roadtrips ist nun vorbei. Drei Monate Abenteuer, drei Monate in denen ich das Leben in meinem Van verbracht habe und 10.000 km durch British Columbia, Vancouver Island, Alberta und die USA gefahren bin. In der Zeit habe ich viele Freunde gewonnen, jede Menge Aktivitäten unternommen und die Schönheiten der Natur genossen.

Jetzt bin ich gerade auf dem Weg nach Whistler um mich für den Winter einzurichten. Über meine Unterkunft, den Job und alles Rund um Whistler werde ich dann in meinem nächsten Artikel schreiben.
In den folgenden Zeilen werde ich über die Zeit in Seattle (USA) und den mini Roadtrip mit Tamara berichten.

Vor ca. 3 Wochen bin ich das erste mal von Kanada in die USA mit dem Auto gefahren um Tamara, die mich für eine Weile besucht hat, vom Flughafen in Seattle abzuholen. An der Grenze habe ich kurz gezittert da ich unerlaubterweise einige Lebensmittel, wie z.B. Obst, im Auto hatte die man offiziell nicht mit über die Grenze nehmen kann. Glücklicherweise wurde mein Auto nicht kontrolliert und nachdem ich meine Fingerabdrücke abgegeben habe wurde ich auch reingelassen. Nach Seattle bzw. Redmond, eine kleine Vorstadt, bin ich schon einen Tag vor der Ankunft von Tamara gefahren, da ich eine ehemalige Studienkollegin aus Mannheimer Zeiten in ihrem nagelneuen Heim zu besuchen. Auserdem hatte ich dort die Möglichkeit für ein paar Nächte unterzukommen. Miriam ist vor einigen Monaten mit ihrem Freund nach Seattle ausgewandert um an der Basis des Weltkonzerns Microsoft Software zu entwickeln. Von Microsoft, für das die beiden schon in Deutschland arbeiteten, wurden sie super bei dem Umzug und der Bürokratie von Viasa Beantragung unterstützt. Das Haus ist für Microsoft Mitarbeiter auch recht standesgemäß. Drei Etagen in einer neuen Doppelhaushälfte sehr komfortable ausgestattet. Allerdings muss man auch sagen, dass die Häuser in den USA immer recht billig wirken und wohl auch sind. Zumindest was die stabilität und verwändeten Materialien betrifft. Ich würde auf jedenfall keinen schwereren Bilderrahmen an die Wand hängen wollen, da diese zumeist aus dünnen Holzplatten bestehen.
Am nächsten Tag hat mit dem Flughafen alles gut geklappt und ich konnte den Besuch gut empfangen. Allerdings muss man sich beim Autofahren und im Alltag etwas umstellen wenn man Kanada gewohnt ist. Zumindest was die Einheiten betrifft, denn Geschwindigkeiten sind in mp/h nicht km/h, Volumen in galonen nicht liter und die Temperaturen in Fahrenheit und nicht Celsius angegeben.

Blick aus dem 76 Stock des Columbian Center in SEATTLE

Blick aus dem 76 Stock des Columbian Center in SEATTLE

Den Trip in die USA habe ich auch gleich zum shoppen genutzt. Denn sowohl Lebensmittel als auch Kleidung im Outlet ist westentlich günstiger als in Kanada. In dem rießigen Outlet habe ich mich mit einer neuen Ski/Snowboard Jacke eingedeckt und schon Weihnachtsgeschenke für die Family gekauft. Die Geschenke sind im Gepäck von Tamara schon auf den Weg zurück zu euch! Den Besuch von Tamara konnte ich auch gleich nutzen um mir einige Witnersachen aus Deutschland zukommen zu lassen. Vor allem kleine Dinge die in der Anschaffung relative Teuer sind, wie zum Beispiel Helm, Handschuhe, Skiunterwäsche, Skibrille usw.

Neue Ski in Whistler, nur der Schnee fehlt noch!

Neue Ski in Whistler, nur der Schnee fehlt noch!

An dem ersten Tag haben wir uns gleich auf den Weg nach Whistler gemacht um den noch sonnigen Tag mit einer Wanderung auf das Stawamus Chief auszunutzen. Denn laut der Wettervorhersagen mussten wir vor allem mit viel Regen in der nächsten Zeit rechnen. In Whistler haben wir mit dem Brandywine Waterfall, dem Alexander Waterfall und dem Joffree Lakes die Gegend auch bei etwas unangenehmeren Wetter erkundet. Einen richtigen Adrenalinkick habe ich mich in Whistler auch noch ausgesetzt: Bungee Jumping! Keine Angst Oma, ich habe es überlebt und es hat super viel Spaß gemacht. Der Moment kurz vor dem Sprung, wenn man an der Plattform mit den Fußzehen überstehend sich auf den Moment vorbereitet. Die ersten paar Meter beim Sprung sind auch noch super, weil man das Gefühl des freien Falls vom Springen ins Wasser aus 10 metern kennt. Allerdings dann wird es richtig mulmig und ich habe mich gefragt, wenn es endlich abstoppt, den es wird immer schneller und schneller und der Bodern kommt immer näher. Eins ist sicher, das mache ich nochmal! Und zwar bei schneefall, denn der Sprung ist das ganze jahr über möglich. Für den ersten Sprung habe ich bereits Einheimischen Rabatt bekommen, obwohl ich noch nicht mal dort gewohnt habe. Einfach frech fragen und zu begin der Saison haben sie speziell für Skilehrer ein tolles Angebot für nur 40$. Denn wer kann für Touristen bessere Werbung machen als der Skilehrer 😉

Zum Aufwärmen, da wir weiterhin im Auto schliefen, sind wir in die Schwimmhalle gegangen. Es ist in Whistler eher ein Freizeit Zentrum, da sich Schwimmhalle, Sauna, Fitness Studio und das Eishockey Feld in dem Gebäude befinden. Die Einrichtung werde ich wohl dann im Winter neben meinem Job des öfteren aufsuchen.

Bungee Jumping in Whistler

Bungee Jumping in Whistler

Auf dem Weg nach Whistler ist allerdings meine Glücksträhne leicht gerissen. Ich wurde von der Polizei aus Kontrolle gestoppt und die haben festgestellt, dass meine Versicherung für mein Auto abgelaufen ist, seit einem Tag. Natürlich war ich verwundert, da ich davon ausgegangen bin, dass die Versicherung bis Ende Monat Oktober gültig ist. Nicht hier in Kanada, da geht alles auf den Tag genau. Mist, denn eigentlich eine Strafe von 600 $ und das Auto muss an Ort und Stelle abgeschleppt warden. Der Polizist hatte aber vielleicht Mitleid und da es nur einen Tag war, hat er mir eine Strafe von 100 $ gegeben und er hat uns bis zu dem nächsten Parkplatz begleitet wo wir dann stehen durften. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit einem blauen Auge davon gekommen bin, denn wäre mir wirklich ein Unfall passiert, dann wär ich richtig in der SCH**** gewesen.

Auf alle Fälle konnten wir unsere Reise fortsetzen und sind Richtung Rocky Mountains gefahren. Für mich war es ja bereits das zweite mal, aber wieder komplett anders. Die Blätter der Bäume waren bereits alle gefärbt und das Wetter war etwas anders, kälter! Als wir dann in Lake Louise angekommen sind habe ich den See zum ersten mal bei blauem Himmel gesehen. Wunderschön, wenn man den Gletscher im Hintergrund in voller größe betrachten kann. Uns war aber auch klar, dass uns eine kalte Nacht bevor steht. Als wir ins Bett/Auto gegangen sind habe ich die Temperatur das letzte mal mit -3 Grad Celsius gecheckt und in der Nacht bin ich vor kälte aufgewacht. Es waren 2 Grad im Auto. Der Körper an sich war ok, aber ich habe an die Nase gefroren 😉 Und was kann es schöneres geben als am morgen wenn man nichts ahnend die Autotür öffnet und man mit einer ordentlichen Ladung Schnee, die vom Dach gefallen ist, geweckt wird. Der erste kanadische frische Schnee!
Wir sind dann nach dem Frühstück direkt nochmal zum 10 minute entfernten See gefahren und ich habe ihn dann in der Atmosphäre von drei verschiedenen Jahreszeiten gesehen. Sommer, Herbst und Winter! Und ich konnte es nicht sein lassen einen, wie ich finde, tollsten Schneemann auf der Welt zu bauen. Er war übrigens dann Touristen Attraktion Nummer eins und ich hätte Geld dafür verlangen sollen, dass die Inder und Asiaten sich mit ihm fotografieren lassen durften. Ich musste Angst haben, dass ich gesteinigt wurde, als ich mir dann gewagt habe meinen Schal und meine Mütze und meine Fahne wegzunehmen… So lustig!

TAG 1 in Lake Louise

TAG 1 in Lake Louise

TAG 2 in Lake Louise

TAG 2 in Lake Louise

Von Lake Louise aus sind wir dann nach Vancouver gefahren um ein paar Tage bei meinen Freunden Dominic und Sophie aus England zu verbringen. Ich habe bereits einige wochen vorher 4 Tickets für mein erstes NHL Live Game in Kanada bestellt. Die Vancouver Canucks traten vor heimischer Kulisse in der Rogers Arena gegen die Tempa Bay Lightnings an. Nachdem die Canucks die ersten 3 Ligaspiele gewonnen haben, mussten sie die erste Niederlage hinnehmen. War natürlich doof, dass wir gerade da waren, aber zur zeit läuft es wieder besser und die Saison ist noch lange genug. Allgemein verfolge ich den Amerikanischen Sport jetzt viel mehr. Egal ob Baseball, Hockey, Football oder Basketball auf Sports Central laufen alle Wettbewerbe und rund um die Uhr sport. Es ist ähnlich wie bei uns in Deutschland Sky mit den Sport news. Erst gestern habe ich wieder das Finale vom Baseball geschaut. Eigentlich langweilig, aber wenn man weis es ist das 7te und entscheidende spiel des finales, dann kann es schon spannend sein. Heute ist dann wieder Hockey angesagt. Ansonsten haben wir in Vancouver die üblichen Sight Seeing sachen gemacht die ihr bereits kennt. Das wetter war auch nochmal angenehm und wir haben den Ausblick aus Tines Wohnung im 26 ten stockwerk genossen.

Rogers Arena   Tempa Bay Lightning - Vancouver Canucks 4:2

Rogers Arena (18.10.2014)
Tempa Bay Lightning – Vancouver Canucks
4:2

Nach ein paar schönen Tagen in Vancouver haben wir unsere Reise nach Seattle fortgesetzt. Wir durften wieder bei Miriam und Christopher unterkommen, also schienen wir uns beim ersten mal auch anständig verhalten zu haben.
Gemeinsam haben wir dann die Köstlichkeiten der Restaurant week genossen und in einem sehr noblen Restaurant am Wasser gegessen. Was in dieser Woche egal war, denn jedes teilnehmende Restaurant bei dieser Woche hat ein dreigänge Menü für 30 $ angeboten. Guter Deal! Und am folgenden Tag musste ich dann Tamara auch wieder an den Flughafen fahren. Zwei Wochen gehen eben super schnell vorbei, ich hoffe trotzdem die Zeit wird sie nicht vergessen. Man kann auf so einem Roadtrip so viele dinge sehen!

Jetzt bin ich in Whistler angekommen und werde mich in kürze mit den News wieder bei euch melden. Bis dahin passt auf euch auf, euer paule

SCHISCHULE FÜRSTAUER – motion manager

In der Wintersaison 2013/2014 hat die Schischule ein neues Promo Video für ihre Gäste an das Filmteam von Motion Manager (http://www.motionmanager.at/) in Auftrag gegeben. Als ich dann gefragt wurde den Schilehrer für Privatunterricht spielen zu sollen, war ich natürlich Happy und auch stolz. Alles zum Filmdreh und dem Filmteam habe ich bereits in einem früheren Artikel beschrieben, den ihr hier finden könnt: http://paul-weitz.de/?p=410

Auf alle Fälle ist der Film seit kurzem fertig und man kann mich schon ganz gut erkennen. Entweder an Helm, Schuh und Fahrstil oder direct beim flirten 😉
Auf die Eingangsszene bei der ich über die Filmkamera ins Bild springe bin ich am meisten stolz. Kann sich auf alle Fälle sehen lassen. Also auf nach Saalbach und die Schilehrer buchen!

FREEDOM ON SNOW – paul weitz

Der Film zeigt einige Szenen aus den letzten zwei Winter Saisons in denen ich mich hauptsächlich in Sölden und Saalbach Hinterglemm aufgehalten habe. Da einige Schischulen in Kanada eine Art Bewerbungsvideo gefordert haben, habe ich mal ein paar Szenen zusammengeschnitten. Ich hoffe durch die Saison hier in Whistler kommen noch viele coole GoPro Shots dazu. Viel Spass!

AFTERGLOW – Sweetgrass Productions

Sweetgrass Productions´ neuester Film Afterglow ist nur 10 Minuten lang. Trotzdem ist es einer der herausstechendsten Streifen in der Ski-Film-Geschichte.

Den Film habe ich zum allerersten mal bei dem Freeski Film Festival in Whistler gesehen. Bei dem Open Air Event war es quasi eine inoffizielle Premiere, den im Internet war er selbst eine Woche später noch nicht zu finden.

Afterglow wurde ausschliesslich bei Nacht gefilmt. Durch abgefahrene LED-Anzüge und mit selbig versehenen Skis wurden Shredder wie Daron Rahlves und Pep Fujas für die Kamera bei tiefer Nacht überhaupt erst sichtbar. Zusätzlich wurden die Drehlocations (also die Berge) mit bunten Strahlern von der Grösse einer Mehrfamilien-Waschmaschine erleuchtet. Zieht Euch den Trailer rein und wartet mit uns auf das bald erscheinende Gesamtwerk.

Vancouver Island – Ein Outdoor Paradies!

Den kompletten Monat September habe ich auf Vancouver Island im pazifischen Ozean verbracht. Hier ein paar Dinge die die Insel zu bieten hat und was ich auf der Reise erlebt habe:

Victoria (Hauptstadt von British Columbia), Camping am Strand, Surfen, West Coast Trail, Kajaking, Walbeobachtung, Höhlenerkundung, Klippen springen uvm.

Vor fast genau einem Monat startete ich meinen zweiten großen Roadtrip hier in Kanada, es ging nach Vancouver Island. Die Insel befindet sich vor der Westküste von Kanada Weiterlesen ->  Continue reading