Roadtrip – USA Westküste

Wow, endlich hat es sich mal ein Freund/Verwandter gewagt mich in Nordamerika zu besuchen. Mein Bruder ist für 24. Tage über den großen Teich geflogen. Und ich kann es jetzt schon vorweg nehmen, es war eine richtige Gaudi. Und ich kann es nur jedem raten sich den Mut zusammenzunehmen. Denn einfacher geht es eigentlich nicht mal nach Kanada zu reisen. Der Flug kostet um die 600 $, vor Ort habe ich Wohnung, Auto, bekomme viele Rabatte und es ist alles vorbereitet…
In der Zeit in der mein Bruder zu Besuch war hatte ich meine Arbeit als Ski Guide schon beendet und somit die komplette Zeit Urlaub. Ski fahren ging immernoch und das Wetter an der Küste war warm und sonnig. Also haben wir unsere 7 Sachen gepackt und sind nach allen Regeln der Kunst umhergereist. Bei so einem Roadtrip heist es vor allem nicht zu wissen wo man am nächsten Tag schläft und was man alles tolles erlebt. Auf dem Plan stand die Westküste von Kanada bis nach San Francisco abzufahren. Am Ende waren es bestimmt an die 4.000 km…

Hier eine kleine Kurzfassung:
1.-2. Tag Vancouver
3. Tag Whistler
4.-5. Tag Whidbey Island
6. Tag Seattle
7. Tag Columbia River Gorge
8. Tag Cannon Beach
9. Tag Cape Kewanda und Oregon Sand-Dünen
10. Tag Trinidad und der Redwoods Nationalpark
11.-13. Tag San Francisco
14.-15. Tag Yosemite Nationalpark
16. Tag Umpqua Hot Springs
17. Tag Autofahrt 😉
18. Tag Shopping im Tulalip Outlet
19.-21. Tag Whistler Ski Tour
22.-24. Vancouver

Roadtrip mit meinem Bruder

Roadtrip mit meinem Bruder

Am Tag von Lucas’ Ankunft war perfektes Wetter für einen spektakulären Sonnenuntergang an einem der schönen Strände in Vancouver. Direkt vom Flughafen sind wir zur Spanish Banks gefahren und bei einem gut gekühlten kanadischen Dosenbier den Ausblick genossen. An das Bier musste sich der verwöhnte Paulaner und Augustiner Trinker erst gewöhnen. Am Abend musste er auch erstmal seine eigenen Erfahrungen machen als wir in einer kleinen Brauerei in Vancouver mit meiner Bekannten Sophie unterwegs waren. Nach der ersten Bestellung hat er gelernt, dass er auf keinen Fall mehr ein IPA Bier (Indian Pale Ale) bestellen wird. Das ist ein sehr hopfenhaltiges Bier, es schmeckt einfach nicht gut. In Vancouver haben wir die erst Nacht bei Sophie und Luisa auf der Couch geschlafen.

Sonnenuntergang in Vancouver (Spanish Banks)

Sonnenuntergang in Vancouver (Spanish Banks)

Eine Stadttour in Vancouver macht man am Besten auf dem Fahrrad, denn die Stadt ist nicht super groß und auf relativ flachen Radwegen kann man an der Seepromenade entlangfahren. Die Drahtesel hatten wir uns an dem Tag für 3 Stunden ausgeliehen. Lucas war vor allem von dem Stanley Park, Vancouvers Stadtpark der auf einer kleinen Halbinsel liegt, begeistert.

Am Nachmittag ging es dann nach Whistler wo wir uns noch meinen Kumpels zum Apres Ski angeschlossen haben. Für Lucas konnte ich einige Freikarten zum Skifahren organisieren und Mikko, der in einem Verleihgeschäft arbeitet, hat Lucas mit Snowboardausrüstung ausgestattet. Dadurch haben wir 130 $ Skipass und 50 $ Leihgebür pro Tag gespart. Der Schnee und das Wetter an dem Tag waren in Ordnung zum fahren. Die teilweise vereisten Stellen haben sich gegen Mittag aufgeweicht und wir konnten einige tolle Freeride Hänge fahren.

Auf dem Weg Richtung Süden haben wir unsere gemeinsamen Freunde Theresa und Christopher aus der Heimat aufgesammelt. Sie wollten auch Richtung Seattle fahren um von dort getrennt weiterzureisen. Christopher Kaufi, ist von Seattle direkt nach Mittelamerika geflogen und Theresa fährt die US Westküste in den Süden um ihren Freund dann in Mexiko wieder zu treffen. Vancouver nach Seattle sind eigentlich nur gute 2 Stunden, aber wir haben uns einen kleinen Stopp auf einer Insel (Whidbey Island) gegönnt und sind dort Campen gegangen. Es war gemütlich mit allen zusammen ein Lagerfeuer und BBQ zu machen, am Strand spatzieren zu gehen und Volleyball zu spielen.

DCIM102GOPRO

Auf der Fähre nach Whidbey Island mit Theresa und Kaufi

In Seattle war ich ja bereits zweimal um meine Studienkollegen Miriam und Christopher zu besuchen. Sie arbeiten beide im Microsoft Hauptsitz in Seattle und haben eine super moderne Doppelhaushälfte etwas außerhalb von Seattle. Bei ihnen haben wir vier ‘Heimatlosen’ eine Unterkunft gefunden. Natürlich ging es am nächsten Tag, nach Amerikanischen Frühstück mit Bacon und Eggs, zum Sightseeing in die Stadt. Spaceneedle engl. Weltraumnadel (ein Aussichtsturm der einfach als Attraktion gebaut wurde), pike place market (Bauernmarkt im Hafen), die Monorail (eine Stadtbahn die auf einer Schiene in der Höhe durch die Stadt fährt) und das Columbia Center (größtes Gebäude der Stadt) gehörten zu den Highlights. Mit einem überragenden Burger-BBQ haben wir den Tag mit einem gekühlten Bier ausklingen lassen. So eine Stadttour ist immer recht anstrengend und ermüdent.

Auf dem Weg nach San Francisco waren vor allem die Redwoods, die weiten der Sanddünen und die Küste von Cape Kewanda unvergesslich. Die Redwoods in Oregon sind pazifische Mammutbäume die in einem rießigen Gebiet einen wichtigen Nationalpark bilden. Der Big Tree, einer der größten Bäume im Nationalpark ist 92,6 meter hoch, hat einen Stammdurchmesser von 6,6 m und ist geschätzte 1500 Jahre alt.
In den Sanddünen von Oregon haben wir uns Strand Buggys gemietet und hatten rießen Spaß beim umhercruisen.

Die Mammut Bäume in den Redwoods

Die Mammut Bäume in den Redwoods

Cape Kewand in Oregon

Cape Kewand in Oregon

Strand Buggy in den Sand Dünen

Strand Buggy in den Sand Dünen

In San Francisco hatten wir dann die erste nach in einem Hostel gebucht um uns mal eine warme Dusche zu gönnen. In drei Tagen haben wir versucht so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich vom San Fran zu sehen und trotzdem eine entspannte Zeit zu haben. Die Golden Gate Bridge ist mit der Stadt im Hintergrund atemberaubend und mit dem Cable Car die steilen Straßen zu erkunden macht auch Freude.

Golden Gate Bridge San Francisco

Golden Gate Bridge San Francisco

San Francisco war unsere südlichste Station auf dem Roadtrip und nach den Tagen dort haben wir die Reise zurück in den Norden in Angriff genommen. Eigentlich hatte ich für Lucas und mich einen Fallschirmsprung als Überraschung gebucht, leider musste der wegen schlechtem Wetter abgesagt werden und wir sind weiter in den Yosemite Nationalpark gefahren. Die Berge sind mit ihrem Granitstein ähnlich beeindruckend wie die Dolomiten der Alpen, allerdings machen die zahlreichen Wasserfälle den Yosemite zu etwas besonderen. Auf dem Zeltplatz des Nationalparks haben wir zwei Nächte verbracht und sind zwei Tagestouren gewandert.
Etwas weiter nördlich wollten wir uns noch den Crater Lake, ein See im Krater eines erloschenen Vulkans, anschauen. Allerdings hat uns eine Sackgasse die im 2 meter hohen Schnee endete aufgehalten. Denn der Vulkan liegt auf einer Höhe von 1300 Metern und ist erst ab Juni anzufahren. Als alternative sind wir an die nahegelegenen Hot Springs (engl. heiße Quellen) vom Umpqua Tal gefahren. Auch wieder ein einzigartiges Erlebnis für meinen Bruder und mich, im Regenschauer in einer natürlichen Badewanne im Wald zu liegen.

Yosemite National Park

Yosemite National Park

Yosemite Nationalpark

Yosemite Nationalpark

Umpqua Hot Springs

Umpqua Hot Springs

Am Ende unserer Reise standen noch einige Tage Whistler und Vancouver auf dem Programm. In Whistler ist Lucas dann mit mir seine erste Ski Tour gegangen und er hat sich gut geschlagen. Bei immer schlechter werdender Sicht haben wir uns gut an Gletscherspalten vorbei durch den Spearhead Gletscher navigiert.
In Vancouver haben wir bei meinem Freund Dominic aus England in einer coolen Wohnung im 19. Stock mit Balkon geschlafen und die gemeinsame Zeit in Kanada und den USA ausklingen lassen.

Ich war sehr angetan von dem Trip, alles hat mit dem Auto (haben wir dann in Whistler verkauft) geklappt und geschlafen haben wir super. Ein total lohnenswerter Trip ging in Frankfurt zuende wo ich meine Eltern nach 5 Monaten Ausland wieder in die Arme nehmen konnte.

Columbia River Gorge

Columbia River Gorge

Lucas in Vancouver

Lucas in Vancouver

Und jetzt im Sommer… leite ich mit meiner Evi die Edtalmhütte am Dachstein West in Österreich. Dazu viele Details beim nächsten mal.

LG pauli