Filmdreh und der Landesschilehrer Kurs

Ich hoffe alle waren super gespannt auf den neuen Eintrag. Immerhin soll es ja um einen Job mit einem weiblichen Modell gehen 😉

Damit fange ich auch einfach mal an, und spanne euch nicht zu lange auf die Folter. Weiterlesen –>
Als es in der Schischule im März etwas ruhiger wurde, sollte ein Schilehrerfilm als Werbung und fürs Image mit einem professionallen Filmteam gedreht werden. In dem Movie sollten alle Leistungen die eine Schule anbietet festgehalten und möglichst interessant dargestellt werden. Also standen Gruppenunterricht mit Kindern und Erwachsenen, Privatunterricht und Show-Fahren auf dem Plan. Ich war ziemlich überrascht, als ich vom Chef erfahren habe, den Schilehrer für den Privatunterricht spielen zu dürfen.

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Kameramann Chris und meine “Schülerin” Sandra

Also lernte ich zu Begin das Team von www.motionmanager.at rund um Chris kennen. Sie stellten auch meine “Schülerin” Sandra. Eine super nettes, fesches Mädl die dazu auch noch unglaublich gut Schifahren kann. Wie ich erfahren habe, ist sie selber Landes II Lehrerin. Das machte mich aber auch irgendwie nervös, ich wusste, dass ich mich anstrengen muss um besser bzw. so gut zu fahren wie sie.
In den Tagen der Filmaufnahmen hatten wir super gutes Wetter und am frühen Morgen auch noch ganz guten Schnee. Für das Werbemovie standen Szenen auf der Piste mit Synchronfahren, im Gelände und Tiefschnee an.
Aber ich musste auch im Liegestuhl mit Sekt oder Wein vor dem Kamin beweisen eine gute Figur machen zu können. Nachdem ich bei der ersten Szene im Liegestuhl bereits mein halbes Glas leer hatte wurde ich von der Partnerin gleich gewarnt dass wir die Szene wahrscheinlich noch 10 mal machen müssen, und so war es am Ende dann auch 😉
Diese Einstellungen waren für mich auch wesentlich schwieriger als das Schi fahren. Eine meiner Lieblingszenen war im Gelände als wir die Kamera mit Richtung Panorama Einstellung in den Schnee legten, knapp davor eine kleine Schanze bauten und ich dann über die Kamera in den Tiefschnee sprang. Ich hoffe das kommt in dem Video cool rüber und bin echt super gespannt wenn es nach diesem Sommer endlich veröffentlicht wird.
Also nochmal Danke an das ganze Filmteam, hat super viel Spaß gemacht und war eine geile Erfahrung

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Das Filmteam im Gelände

Nach dem Film ist vor der Party. Zumindest war davon auszugehen, wenn sich Besuch aus der Heimat (Barchfeld und Braunschweig) ankündigt. Natürlich war es auch so…
Mit Tobias, Philipp, Robert und Kevin machten wir die Pisten und Apres Pisten unsicher. Aber die erste Gondel am nächsten Tag wurde selbstverständlich nicht verpasst. Zwar musste immermal ein Mitstreiter darüber nachdenken ob er nicht an der Mittelstation nochmal eine Pause beim hoch fahren einlegen muss, aber die Jungs haben echt gut mitgezogen.
Auch Funpark und Abseits der Piste sind wir gemeinsam gefahren. Bei meinem ganz normal ernst gemeinten Satz: “wir fahren hier einzeln runter, falls jemand von einer Lawine verschüttet wirde, können die anderen zwei ihn schnell ausgraben”. Stockte Phil und Heßi allerdings merklich der Atem 😉

Ein paar Tage später kamen dann Ben, Rieke, Tobi und Ive im schönen Saalbach an. Die Schneeverhältnisse wurden immer schlechter aber wir machten das Beste drauß. Mit Ive hatte ich auch die erste befreundete Schülerin mit der ich normal Unterricht machen konnte. Sonst ist es echt schwierig Bekannte oder Verwandte zu unterrichten.
Mit den Jungs haben wir dann nochmal eine kleine Freeride Tour gemacht wo wir auch noch guten Firnschnee gefunden haben.
Danke für euren Besuch !!!

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 Braunschweiger Gang ist zusammen – Danke für das Freie Turner Trikot Jungs

Neben den ganzen Besuchen hatte ich noch das Ziel für den Landesschilehrerkurs 1 zu trainieren. Am 18. März sollte es in Flachau losgehen. Also stand in jeder freien Minute vor allem Gelände und Buckelpiste fahren auf dem Programm. Und ich hatte auch echt das Gefühl es wird immer besser. Also sah ich mich gewappnet für den Kurs.
Mit meinem Kollegen und Ausbilder Reini ging es mit dem Auto in Richtung Flachau. Zum Glück habe ich eine gute und günstige Unterkunft bei einem Schilehrer den ich vom ersten Kurs kannte bekommen. Er war nämlich die Saison in Flachau als Lehrer angestellt und hatte somit eine eigene Wohnung.
1. Tag beim LS 1 Kurs war Freestyle Ski auf dem Programm. Für mich nicht das große Spezialgebiet, aber mit 360° und einigen Slides auf der Box bin ich ganz gut zurecht gekommen. Für den Tag habe ich mir extra Schi zum tricksen ausgeliehen, bei denen sowohl vorne als auch hinten die Enden nach oben gebogen sind. Sogenannte Twin Tip Schi…
Am Ende des ersten Tages wurden dann Anhand von Demofahrten die 70 Teilnehmer in Leistungsgruppen eingeteilt. Im Kurzschwung sah ich mich ganz gut und wurde auch in die Gruppe 1 eingeteilt die aus vorwiegend Österreichern, zwei Deutschen und einem Spanier bestand. Da war das Niveau schon super hoch und die Woche sollte richtig Gas gegeben werden.
Es schneite in den ersten Tagen, wir haben hart trainiert und neue methodische Lehrkompetenzen beigebracht gekommen um den Skiunterricht auch mit fortgeschrittenen Gästen interessant gestallten zu können.
Ein interessanter Tag war auf so genannten Kurzschiern. Wir durften Ski mit einer maximalen länge von 120 cm fahren und sind auch damit Buckelpiste und racecarven gefahren. Ziemlich lustig und ungewohnt um dann wieder auf die langen bretter zu gehen. Hintergrund dieses Tages war es auch eine Variante zu haben Falls man einen Gast bekommt der aus gesundheitlichen oder anatomischen Gründen nicht in der Lage ist einen Schneepflug zu machen. Mit kurzen Ski lernt man dann gleich kurven da diese sich leicht fahren lassen. Schritt für Schritt erhöht man dann die Länge der Ski bis der Schüler auch mit normaler länge die Pisten befahren kann.

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Auf den Kurzschi war es lustig

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Meine Kursgruppe beim LS 1

Prüfungen mussten wir natürlich auch ablegen. Theorie in Erste Hilfe, Alpinkunde, Freestyle, Kinderunterricht usw. Praxis in der Einstellung von Skibindungen, Lehrauftritt mit einem zugelosten Thema und dann die Fahrten mit Carven kurze Radien, Carven lange Radien und Buckelpiste.
Ich war mit allem ganz zufrieden außer der Fahrt kurze Radien. Da hatte ich einen kleinen Wackler drin, der mir wahrscheinlich eine Note besser gekostet hat. Aber ich habe echt gut bestanden und gehörte wieder zu den ersten 10% des Kurses an. Erfolg !!!

Nach dem Kurs wurde ich von meinem Vater in Flachau abgeholt, vielen Dank. Wir sind nochmal einen Tag zusammen gefahren, allerdings war ich von der Absolventenparty am Vorabend etwas angeschlagen.
Von der Zeit danach mit dem Junggesellenabschied und dem Söldenurlaub habt ihr ja schon gelesen hier: http://paul-weitz.de/?p=383

Jetzt ist es gar nicht mehr so lange hin bis zu meinem Start nach Kanada. Am 30. Mai geht mein Flieger und ich werde bei dem Gedanken daran schon ziemlich nervös. So richtig bereit fühle ich mich dafür noch nicht.
Vielleicht liegt es daran, dass ich zuletzt auch noch viel unterwegs war.
Also Berlin, London, DFB Pokal… Davon erzähle ich euch beim nächsten mal.

Bis dahin, sport frei.

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