Zurück aus LONDON; Letzte Tage Zuhause

Huhu Jungs und Mädls,

seit einigen Tagen bin ich nun von meinen Besuchen aus Würzburg, Motten, Dessau, Berlin und London zurück.
Eine weitere mir noch unbekannte Stadt in Deutschland stand zur Erkundung auf dem Programm: WÜRZBURG. Weiterlesen –> Ich habe noch nicht wirklich schlechte Dinge über Würzburg gehört, also machte ich mich voller Erwartung mit dem Zug auf den Weg um Tamara zu Besuchen. Eine weitere neue Erfahrung: Schlafen in einem Schwesternwohnheim von der Uni-Klinik. Im Prinzip ist es aber nichts anderes als ein Studentenwohnheim mit Einzelzimmern.
Und Würzburg hat mit den Weinbergen auf der einen Seite und der Alten Festung auf der anderen ein ganz besonderes Flair wie ich finde. Der Main mit seiner alten Brücke, auf dem guter Wein im Straßenverkauf angeboten wird, runded das ganze noch ab. Das überragende Wetter hat uns motiviert viel spazieren zu gehen und ein im Park rund um die alte Festung bot sich an zum relaxen auf der Wiese.

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Vor dem Würzburger Dom

Der Stopp in Motten (Bayern) bei meinem Patenkind war eigentlich nur Durchgangsstation. Denn bereits am nächsten Tag fuhren wir dann gemeinsam zur Taufe meiner kleinsten Cousine nach Dessau. Der Tag mit Max Leon wurde aber trotzdem für ein Fußball Duell und eine Runde skaten benutzt. Der kleine ist jetzt mittlerweile 5 Jahre alt und echt aufgeweckt, bzw. hat er immer einen passenden Spruch parat. Einen weiteren positiven Nebeneffekt hatte der Besuch auch: Ich habe ein Interesse für das Skateboard wieder entdeckt.
Das hat zur Folge, dass ich mir in Kanada auf jeden Fall ein Long-Board (langes Skateboard mit Snowboard feeling) zur optimalen Fortbewegung kaufen möchte.
Die lange Autofahrt mit einem kleineren Kind kann ja zum Problem werden. Aber mit ausreichend Pausen, einem Eis und einem DVD-Bildschirm auf dem ‘Bob der Baumeister’ lief, war das alles keine Hürde.
Die Taufe war ziemlich lustig. Die Familie mütterlicher Seite, vom Täufling aus gesehen, kannten wir noch nicht wirklich. Von den Interessen und Hobbys sind sie wohl eher der Gegensatz. Spielen bei uns 100 % der Jungs Fußball, so spielen in deren Familie nahezu alle ein Instrument.
Mit den Jungen Familienmitgliedern sind wir dann aber doch gut ins Gespräch gekommen und ein ‘Hüttenspiel’ aus Österreich diente zur Völkerverständigung… siehe Foto!

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Max Leon bei einer Fußballpause
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Angemalte Familie nach dem Hüttenspiel

Bevor dann meine Reise nach Berlin und London starten sollte, hatte ich noch ein paar Tage in Thüringen. Es war biken angesagt in der freien Zeit. Und was gibt es schöneres als die schöne Aussicht mit dem Fahrrad auf dem Rennsteig durch den Thüringer Wald zu genießen. Durch die Fahrten wurde ich ziemlich schnell auf ein Radrennen am Wochenende aufmerksam und mich packte dann auch der Ehrgeiz. Das Mountainbike Rennen bestand aus zwei Berg-Etappen mit jeweils 11 km. Die erste Etappe war ein reines Zeitfahren mit Starts im 15 sec Takt und im zweiten Teil wurde dann mit den Abständen aus dem ersten Rennen gestartet. Ich war mit meiner Leistung zufrieden, zu Begin habe ich es etwas ruhiger angehen lasse, da ich nicht genau wusste wie meine Kraftreserven aussahen. Dadurch hatte ich bei der Verfolgung noch gut Körner und habe im Mann gegen Mann Fahren einige Konkurrenten überholt. Am Ende sprang ein guter Mittelfeldplatz für mich heraus. Also auch in Canada geht es in den Rockies auf das Bike!

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Biken auf dem Rennsteig

Die größte Herausforderung für Berlin und London war das Packen der Klamotten. Denn ich durfte bei meinem Ryanair Flug nur Handgepäck mitnehmen, ansonsten hätte es einen unverschämten aufpreis gekostet. Selbst für das ausdrucken der Boardkarte am Automaten wollen die fast 20 € haben. Also habe ich alles schön zuhause ausgedruckt und mich mit dem Fernbus von Eisenach auf den Weg nach Berlin gemacht.
Einige Sachen, wie das Holocaust-Denkmal oder das Kanzleramt habe ich in Berlin noch nicht gesehen und wollte ich mir mal anschauen. Über das Denkmal gibt es sicherlich geteilte Meinungen, betrachtet man die Steinformation allerdings nicht als Steine sondern als das was sie im ganzen darstellen soll, finde ich es persönlich durchaus gelungen. So sind Deutungsansätze, dass die Formation eine Stadt gebaut aus Asche sein könnte (grau und enge Gassen).
Für Celine, bei der ich in Berlin wohnte, war der Besuch des Bikini Haus Berlin neben dem Zoo ein neuer Eindruck. In den oberen Etagen des Gebäudes befindet sich ein sehr modernes und junges ’25 Hours Hotel’ mit toller Dachbar. Echt ein Besuch wert, da man den kompletten Zoo überblicken kann und die Tiere einem direkt beim Toilettengang beobachten können.
Am Samstag konnte ich ein letztes mal vor Kanada den BVB live im Stadion sehen. Sie waren zu Gast im Berliner Olympiastadion bei der Hertha. Burger kam mit dem Fanbus aus Dortmund und hat mir noch eine Karte im Dortmund Block besorgt. Die Stimmung war Fantastisch, super Choreografie mit hunderten von schwarz-gelben Fahnen und einer großen Blockfahne. Und dann noch der souveräne Sieg und ein Robert Lewandowski der sich die Torschützenkanone mit zwei Treffern sicherte. Respekt auch wieder an die Hertha Anhänger, die Stimmung im weiten Rund war Top.

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Schloss Bellevue

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Hertha BSC – BVB 0:4

Am Sonntag Morgen startete mein Flieger nach London. In London sollte ich in einer WG bei einer Gruppe junger Leute Wohnen die ich in Saalbach unterrichtet habe. Mit Emily hatte ich den meisten Kontakt und sie hat auch schon einige Dinge für mich organisiert. Am meisten freute ich mich über eine Eintrittskarte der Tottenham Hotspurs gegen Aston Villa. Und mit 10 Pfund über dem Regulärpreis von 40 Pfund war auch das in Ordnung. Denn direkt vor dem Stadion wollten sie für eine ähnliche Karte 150 haben… Gut letzter Spieltag und es ging um den Einzug in die Europa-League. Wobei der in England sehr schlecht angesehen ist und viele der Anhänger gar nicht in dem Cup mitspielen wollen. Argumente dagegen sind vor allem die Mehrbelastung und viele Verletzte für nicht viel Geld bei Teilnahme. Das ganz besondere und spezielle Feeling hat man bereits bei der Anreise. Man läuft durch enge Wohngassen und auf einmal steht man hinter der nächsten Kreuzung direkt vor einem Stadion, welches von außen auch ein Einkaufszentrum oder Parkhaus sein könnte. Weiterhin ist sind interessant, dass sich im Stadion vor dem Blockeingang Wettbüros befinden, keine Fahnen, Trommeln oder Bier auf den Stands erlaubt sind und niemand im Stadion steht. Die Atmosphäre so nah am Spielfeldrand zu sitzen hat man glaube ich nirgendswo anders als in England. Keine großen Zäune, Absperrungen, und sogar auf ein Ballfangnetz hinter dem Tor wird verzichtet. Aber laute Fangesänge kommen auch nicht zu stande, sind doch eher ältere Herren zu Gast im Stadion, was man auch an der Kopfbehaarung auf den Fotos erkennen kann. Im großen und ganzen hat mich der Fußball aber schon beeindruckt, es war vor allem wirklich schnell und physisch betont. Nach dem Erlebnis war für mich klar, auch noch andere Stadion in London anzuschauen in der Woche. Und so habe ich an einem Tag mit Craven Cottage (FC Fulham), Stamford Bridge (FC Chelsea), Wembley Stadium und Emirates Stadium (FC Arsenal) vier coole und sehr verschiedene Stadien gesehen. Man denkt sich ja, ok die sind alle in London aber mit der Underground und den Fußwegen zum Stadion habe ich gute 6 Stunden gebraucht für die Tour.

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Tottenham Hotspurs – Aston Villa 3:0

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FC Arsenal (Emirates Stadium)

London, die Stadt mit der Tower Bridge, dem Big Ben und dem Buckingham Palace… Alles schön und gut, aber hat schonmal jemand was vom Brixton Market oder dem Tooting Bec Pub gehört?
Es war echt ein rießiger Vorteil, dass ich in London bei Locals gewohnt habe. So konnte ich die Stadt ganz anders als ein gewöhnlicher Tourist erkunden. Und da ich auch eine ganze Woche Zeit hatte, habe ich mich oft einfach treiben lassen. Das Wetter war bis auf einen Tag auch super. An dem Regentag habe ich mir das Naturhistorische Museum angeschaut, also bin ich auch trocken geblieben. Der Vorteil bei Museen in London: sie sind fast alle kostenlos !

Schöne Momente hatte ich auch bei dem Wachwechsel vor dem Buckingham Palace, allerdings viel viel viel zu überfüllt dort. Also habe ich mich danach schnell in einen Park zurückgezogen und auf eine Wiese gelegt.
Super ist es auch in London den zahlreichen Straßenkünstlern zuzulauschen. Vor allem Brake Dance Crews haben es mir angetan.
Super Abenteuerlich war die Klettertour über das Dach vom O2 Millenium Dome bei Sonnenuntergang und die beleuchtete Stadt vor allem die Bridge bei Nacht.
Alles in allem hat die Stadt echt viel zu bieten und die Leute sind auch ganz nett. Aber der britische Lebensstil ist nicht wirklich meins und die Wohnhäuser gefallen mir auch nicht wirklich. Keine Angst ihr Briten, mich braucht ihr nicht als Einwanderer befürchten!

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Respect the Bobbies !!!

Nachdem ich aus London wieder in Berlin gelandet bin ging es zügig zum public viewing in den Sommergarten des Messegeländes. Über das DFB-Pokalfinale möchte ich mich eigentlich nicht besonders auslassen. Fußball kann einfach so gemein sein.
Es war aber super mit meinen Barchfelder Freunden das Finale in Berlin zu erleben, auch wenn es geregnet hat und die große Leinwand für 10 min. ausgefallen ist, war die Stimmung wie immer in schwarz-gelb toll.

So nun bin ich in Barchfeld und organisiere mir für Kanada den Arsch Wund!
Nächste Woche Freitag geht mein Flieger Mittags in Frankfurt los. Ich werde mich demnächst nochmal mit letzten INfos aus Deutschlan bei euch melden.

Bis dahin, haltet die Ohren steif.

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