WELTMEISTER, Wohnung, Polizeikontrolle und mehr!!!

Endlich haben wir den vierten Stern. Das ist wahrnsinn was die Jungs geleistet haben nach all den Rückschlägen die sie in den Wochen der Vorbereitung mit Verletzungen hinnehmen mussten. Und fasst alle Nationalitäten mit denen ich hier gesprochen habe gönnen uns diesen Titel und finden es hochverdient. In Kanada werden wir deutschen für den Teamgeist und die Disziplin sehr geschätzt.
Ich habe die letzten Wochen der WM sehr intensiv erlebt und extra für den Sonntag an dem das Spiel hier um 12 Uhr mittags war freibekommen. Seit dem Viertelfinale haben mir meine Kollegen eine Deutschlandfahne in die Küche der Bar gehangen, super coole Geste!
Da ich bisher alle deutschen Spiel in der Bar meines alten Hostels geschaut habe musste ich natürlich auch das Finale dort schauen und der Glaube hat geholfen. Nach dem Spiel ging es mit einigen Deutschen Fans auf die Straße und es wurde durch Downtown und die Pubs gezogen. Nach über 10 Stunden Feiern war ich dann am nächsten morgen um 4 Uhr in meiner Wohnung. Meeegaaaa!

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Wohnung ist auch ein gutes Stichwort um mit meinen Erlebnissen seit dem letzten Blog fortzufahren. Nachdem ich stolz von meiner Arbeit berichten konnte, kann ich euch jetzt sagen dass ich ein cooles Zimmer in einer 5 er WG in Downtown Vancouver für einen sehr angenehmen Preis gefunden habe. Es ist der 19 Stock und mein Zimmer besteht quasi nur aus einer Fensterfront. Der Ausblick aus dem Bett und vom Balkon ist wunderschön. Schaut mal:

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Neben der Wohnung habe ich mir auch einen super Camping Van zugelegt. Einen Dodge Caravan 2000!
Der gute ist bereits umgebaut, hat ein Bett im hinteren Innenraum und ist ausgestattet mit unzähligen Camping Utensilien wie Zelt, Gaskocher, Campingstühle, Axt, Wasserkanister, Kühlbox uvm.
Bilder gibt es dann sobald ich meinen ersten kleinen Trip damit gemacht habe. Das wird übrigens schon am Mittwoch zu Donnerstag sein. Ich werde mit einem Arbeitskollegen für 2 Tage an einen See in den Küstenbergen fahren.
Die ganze Versicherungsgeschichte ist in Kanada komplett anders als in Deutschland. Einige Sachen sind einfacher einige etwas komplizierter. Vorteilhaft finde ich, dass es nur einen Versicherungsanbieter gibt der staatlich ist und Broker fast an jeder Ecke ein Büro haben. Dadurch kann man mit minimalen Wartezeiten rechnen und muss nicht unzählige Anbieter vergleichen. Der Versicherungspreis richtet sich maßgeblich nach der Region wo man lebt. Da ich das vorher wusste habe ich mir eine Hostel Adresse aus einem winzigen Dörfchen in den Rocky Mountains ausgesucht und zahle für die Versicherung im vergleich zu Vancouver City die Hälfte. Etwas umständlich ist allerdings dass die einzelnen Provinzen, vergleichbar mit den Bundesländern in Deutschland, unterschiedliche Autoversicherungen und Registrierungen haben. Da das gekaufte Auto vorher in Alberta registriert war und ich es in British Columbia brauche musste ich es quasi einführen in die Provinz. Dazu zählt eine Inspektion, ein neues Nummernschild und der Fahrzeugschein musste umgeschrieben werden. Dafür musste der Versicherungstyp das Auto sehen und ich eine Tageszulassung für die Inspektion kaufen. Nach 10 Minuten auf Kanadas Straßen ging dann auch schon das Blaulicht an dem Wagen hinter mir an. Polizeikontrolle!!!
Wie verhält man sich in Kanada, dass man nicht gleich erschossen wird? Eigentlich ähnlich wie in den USA, rechts ranfahren, sitzen bleiben, Hände am Lenkrad lassen, keine schnellen Bewegungen machen und auf die Instruktionen des Police Officer warten. Ich hatte aber einen guten und netten Cop erwischt, er wollte nur den Führerschein sehen und hat mich angehalten weil er das Tageskennzeichen was nur ein papierzettel ist und in der Scheibe hängt nicht richtig sehen konnte. Der gute Polizist hat dann sogar eigenhändig meine scheibe saubergemacht, damit man das Kennzeichen besser erkennen kann.

Auch ein paar Ausflüge habe ich wieder gemacht. Die Zeit für den Aufstieg zum Grouse Mountain habe ich mit 51 Minuten unterboten. Mein englischer Kumpel Dominic hat mich dazu motiviert, mit ihm war ich auch kajak fahren und cliff diven im Lynn Canyon.
Das war auch eines meiner Highlights in den letzten Wochen. Das Tal erinnert mich an das Val Varczasca Tal am Lago Maggiore in der Schweiz, super kaltes Bergwasser, tolle Steine im Flussbett und Klippen von denen man ins Wasser springen kann. Natürlich habe ich mich auch getraut und die ca 8 Meter gesprungen. Das Risiko ist ziemlich hoch, da man nur einen kleinen Bereich hat in denen man im Wasser aufkommen sollte um Felsen zu vermeiden. Vorher habe ich aber mit einem Einheimischen gesprochen und mir ein paar tipps geben lassen.

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Den Juli werde ich noch hier in Vancouver verbringen und möchte an meinen freien Tagen, in der regel 2 pro Woche, einige Sachen in der Umgebung Vancouver erkunden und auch mal nach Whistler fahren.
In der Bar habe ich gesagt, dass ich Anfang August meinen Roadtrip starten möchte und den Job kündige.
Wo es mich dann genau hinverschlägt weis ich noch nicht. Aber auf alle Fälle Vancouver Island und die Rocky Mountains. Zur Zeit Spiele ich auch mit dem Gedanken nach Alaska zu fahren umd Nordlichter zu sehen.
Soweit erstmal von mir, das Wetter ist zu schön um noch länger in der Bibliothek zu sitzen 😉

Viele Grüße an alle, i love you guys!

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