Heimat – nur als Zwischenstopp

Nach genau 364 Tagen in Nordamerika bin ich am 29. Mai wieder am Flughafen in Frankfurt gelandet. Tolles Gefühl, Vorfreude auf die Zeit mit Familie und Freunden. Allerdings wurde das Gefühl auch begleitet von Ungewissheit wie ich mich da zurechtfinde, was auf mich zukommt und was ich nach dem Jahr eigentlich machen will. In dem Artikel lass ich euch wissen, was mich geleitet hat und welche Einflüsse dazu beigetragen haben warum ich wieder nach Kanada zum Skifahren bin.

Im Vordergrund stand natürlich erstmal meine ganze Familie und die Freunde wieder zu sehen. Das war in den ersten Momenten ein tolles Gefühl. Ich muss aber auch sagen, dass es mir in einigen Situationen schwer gefallen ist lange sehr viele Leute um mich herum zu haben. Wie zum Beispiel auf Geburtstagen oder anderen Familienfeiern. Es ist ein Kontrast vom Dschungel in Hawaii oder dem Gletscher in Alaska zu den Abendessen mit mehr als 10 Leuten. Aber ich denke ich habe das ganz gut gemeistert und mich bei Bedarf einfach mal zurückgezogen in mein Kinderzimmer 😉

Schnell wurde mir dann aber klar, dass ich irgendwie mit Whistler und dem Winter in Kanada noch nicht abgeschlossen habe. Ich hatte noch so viele Abfahrten auf meiner Liste die ich nicht gefahren bin, der Schnee hat die Erwartungen nicht zu 100 % erfüllt und die Atmosphäre in einem kanadischen Skigebiet habe ich schnell vermisst. Dazu kam, dass einige Bekannte aus der Saison haben geredet und gefragt wer in der darauffolgenden Saison wiederkommt. Also habe ich mich damit auseinandergesetzt wie ich es am besten realisieren kann erneut einen Winter in Whistler zu verbringen. Als erste Option gab es das Sponsoring durch die Skischule in Whistler. Denn Kernproblem ist es eine Arbeitsgenehmigung zu bekommen. Leider wurde ich in dem Sponsoring nicht berücksichtigt. Daraufhin habe ich mich bei einer Deutschen Firma (Hagen Alpin Tours – http://www.pulver-schnee.de/) als Ski Guide beworben und wurde für den Job eingestellt. Als Angestellter bei einer Deutschen Firma kann ich in Kanada ohne Arbeitsvisum arbeiten.

Um den Plan verwirklichen zu können musste ich mir ein bisschen Bares über den Sommer verdienen. Denn Flug und einige Nebenkosten müssen selber gedeckt sein. Am einfachsten und besten Geld zu sparen war es über den Sommer in meinem Elternhaus zu wohnen, Danke Mama und Papa, und nebenbei habe ich bei meinem Onkel (Elektro- und Systemmontagen Roth) auf dem Bau gearbeitet. Gar nicht so übel sich mal wieder körperlich richtig schinden zu müssen und dabei zu wissen der Familie noch zu helfen. Meistens ging es für 4-5 Tage mit Großcousin Benny, Bruder Lucas und Dominik zum Arbeiten nach München auf die Baustellen um Kabel zu verlegen und anzuschließen. Geschlafen haben wir bei der Bobby in der Pension Neubiberger Hof (http://www.neubibergerhof.info/) bester Strammer Max den ich je gegessen habe. Und natürlich haben wir auch ein paar gute Paulaner Helle vernascht.

Handwerklich begabt der Bube

Handwerklich begabt der Bube

Nebenbei hat mich auch die Begeisterung für den Fußball wieder gepackt und ich habe die Schuhe für den heimischen FC 02 geschnürt um die alten Freunde ein bisschen zu unterstützen. Leider habe ich trotz Training ein paar Kilo über den Sommer draufgepackt. Das könnte aber an die vielen Tagen die ich am Baggersee mit Hefeweizen und Curry-Wurst verbracht habe liegen und an der guten Küche von Oma, Mama und Tante Edith 😉

Und zum Schluss noch ein aktuelles Foto aus Whistler Kanada:

Mit Gast Micheal in der Gondel

Mit Gast Micheal in der Gondel